Berlin:

Özdemir: EU-Kommission muss Pflanzenschutzmittel-Reduktionspläne nachbessern
Bundesminister bekräftigt Notwendigkeit dauerhafter Exportalternativen aus der Ukraine

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, hat sich im Rahmen der Sitzung des EU-Agrar- und Fischereirats für Nachbesserungen des Kommissionsvorschlags zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Seine Position unterstrich er auch in einem direkten Gespräch mit der Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Stella Kyriakides.

Bundesminister Özdemir: „Es ist gut und richtig, das europäische Pflanzenschutzrecht zu harmonisieren und ein klares, ambitioniertes Reduktionsziel für den Einsatz von Pestiziden vorzugeben. Allerdings sehe ich noch Nachbesserungsbedarf – die deutschen Landwirtinnen und Landwirte sollten für ihre bisherigen Reduktionsanstrengungen nicht benachteiligt werden. Bei den Regelungen zu den sogenannten sensiblen Gebieten sollten die EU-rechtlich gesicherten Schutzgebiete im Fokus stehen und spezielle nationale Schutzgebietskategorien wie die Landschaftsschutzgebiete ausgeklammert werden.“

Im Gespräch mit Kyriakides machte Özdemir zudem Druck, dass die Kommission den angekündigten Entwurf zur Erweiterung der Herkunftskennzeichnung zeitnah vorlegt. Özdemir: „Die Verbraucher wünschen sich zu Recht Transparenz darüber, wo das Fleisch auf ihren Tellern herkommt. Während ich auf Bundesebene daran arbeite, dass der Verbraucher weiß, wie das Tier gelebt hat, dass er isst, brauchen wir auch eine gemeinsame europäische Lösung, die aufzeigt, in welchem Land das Tier aufgezogen wurde. Kommissarin Kyriakides teilt diese Auffassung und weiß, dass wir zeitnah eine Regelung brauchen.“

Özdemir und Kyriakides sprachen auch über die anstehende europaweite Regelung von Nährwertkennzeichnungen auf Verpackungen. Kyriakides kündigte einen Vorschlag an, der sich am derzeit in Deutschland eingeführten Nutri-Score orientieren wird. Der Vorschlag soll außerdem die Regelungen zur Angabe der Haltbarkeit von Lebensmitteln so ändern, dass weniger noch essbare Lebensmittel im Abfall landen.

In ihrer Sitzung besprachen die EU-Agrarminister auch mit dem ukrainischen Landwirtschaftsminister Mykola Solskyj die Lage in der Ukraine und die Entwicklung der Agrarexporte seit Kriegsbeginn. Bundesminister Özdemir und Minister Solskyj vertieften den Austausch darüber hinaus in einem bilateralen Gespräch. Özdemir bekräftige seine Forderung nach dauerhaften Export-Alternativrouten, um die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren und globale Lieferketten zu stabilisieren.

Özdemir: „Die Exportrouten über das Schwarze Meer, auf die man sich mit Russland über den Sommer geeinigt hat, haben die Ernährungssicherheit weltweit gestärkt und beispielsweise den Menschen in Afrika geholfen. Trotzdem bleibt es dabei: Putin ist ein unsicherer Kantonist, was er heute sagt, kann morgen nichts mehr wert sein. Es wäre fahrlässig, bei der Frage der weltweiten Ernährungssicherheit auf sein Wort zu setzen.“

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.