Berlin:

Wasser

Städte und Gemeinden müssen Trinkwasser im öffentlichen Raum kostenlos
bereitstellen

Die Bundesregierung hat heute beschlossen, dass künftig Trinkwasser aus
dem Leitungsnetz an möglichst vielen öffentlichen Orten frei verfügbar
sein muss. Kommunen sollen künftig Trinkwasserbrunnen beispielsweise in
Parks, Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen aufstellen, sofern dies
technisch machbar ist und dem lokalen Bedarf entspricht. Die neue Regelung
zielt darauf ab, möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern öffentlichen
Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu gewähren. Leicht
verfügbares Trinkwasser ist darüber hinaus auch ein wichtiger Baustein
kommunaler Hitzeaktionspläne. So können sich die Menschen besser vor den
gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze schützen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Zugang zu Trinkwasser muss für
alle Menschen in Deutschland so einfach wie möglich sein. Die letzten
trockenen und heißen Sommer haben uns gezeigt: Andauernde Hitzewellen sind
kein seltenes Ereignis mehr in Deutschland. In Zukunft werden
Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und Trockenperioden häufiger und
intensiver sein. Trinkbrunnen mit Leitungswasser gehören zudem zu den
Basisbausteinen einer guten Hitzevorsorge. Wenn Kommunen jetzt aktiv
werden, dann leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Gesundheits- und vor
allem Hitzeschutz von Bürgerinnen und Bürger. Leitungswasser ist ein
kontrolliertes Lebensmittel, es spart Energie und wird am Trinkbrunnen
verpackungsfrei bereitgestellt – so profitiert auch die Umwelt.“

Der heute beschlossene Gesetzesentwurf legt fest, dass künftig zur
öffentlichen Wasserversorgung, als einer Aufgabe der Daseinsvorsorge, auch
die Bereitstellung von Leitungswasser durch Trinkwasserbrunnen an
öffentlichen Orten gehört. Städte und Gemeinden müssen die neue
Regelung mit Inkrafttreten des Gesetzes umsetzen. Dabei haben sie
weitgehende Flexibilität, was Lage, Zahl und Art der Trinkwasserbrunnen
angeht. Trinkwasserbrunnen sollten möglichst an zentralen, frequentierten
und für die Allgemeinheit gut erreichbaren öffentlichen Orten, wie
Plätzen, Fußgängerzonen oder Parks, aufgestellt werden. Derzeit gibt es
deutschlandweit bereits schätzungsweise mehr als 1.300 öffentliche
Trinkwasserbrunnen. In einem ersten Schritt sollen Städte und Gemeinden
nun etwa 1.000 zusätzliche Trinkwasserbrunnen aufstellen.

Öffentliche Trinkbrunnen sind überdies eine wirkungsvolle Maßnahme, um
Menschen vor gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze zu schützen. Daher
sind sie auch Teil der für Kommunen empfohlenen Maßnahmen für regionale
und lokale Hitzeaktionspläne. Ziel ist es, hitzebedingte Erkrankungen und
Todesfälle durch Prävention zu vermeiden. Fachleute des Zentrums
KlimaAnpassung unterstützen zahlreiche Städte und Gemeinden bei der
Ausarbeitung von Konzepten zum Hitze- und UV-Schutz. Die mögliche
Ausgestaltung eines nationalen Hitzeaktionsplans lässt das
Bundesumweltministerium in einem eigenen Forschungsvorhaben erkunden.

In den meisten Bundesländern bestehen bereits landesrechtliche
Vorschriften, die die öffentliche Wasserversorgung als Aufgabe der
Daseinsvorsorge den Kommunen zuweisen. Mit der neuen Regelung leistet die
Bundesregierung einen wichtigen Beitrag, um Ziel 6 der UN-Ziele für die
nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die damit verbundene Zielvorgabe, den
Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser für alle, zu erreichen.

Die Gesetzesnovelle passiert zunächst den Bundesrat, bevor der Bundestag
sie verabschieden kann. Das Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in
Kraft.

Weitere Informationen

Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=dfxqelPaqdeKMX8gRJ6X/OUbTFAjBYBplKsToE5EKy6BuBNZyf/boKSsg41K6FIQ>

Extremwettereignis Hitzewelle
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=BK0nai4/KL6R/ehqyEawPeUbTFAjBSBplKsToE5EKy6BuBNZyf+roKSsg41K6FIQ>

Handlungsempfehlungen zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der
menschlichen Gesundheit
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=wfBep2ey4KCYXlQa5VWki+UbTFAjBeBplKsToE5EKy6BuBNZyf+7oKSsg41K6FIQ>

Gesundheit im Klimawandel
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=jwpvuphH29SeEJptmNlwuuUbTFAjBcBplKsToE5EKy6BuBNZyf/LoKSsg41K6FIQ>

Zentrum KlimaAnpassung
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=EptEuAHbk/aYEfh07RFy+uUbTFAjBRBplKsToE5EKy6BuBNZyf+boKSsg41K6FIQ>

Sofortprogramm Klimaanpassung
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=AE7rkc4ZHNG0dI8I6gIZLuUbTFAjBbBplKsToE5EKy6BuBNZyf+boKSsg41K6FIQ>

Quelle: bmvu.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.