Berlin:

Bundesminister Habeck beim Energie- und Umweltrat in Luxemburg – Wichtige Beratungen zur aktuellen
Lage und zum „Fit-for-55“-Paket

Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, reist heute zum Treffen der
EU-Energieministerinnen und Energieminister nach Luxemburg. Auf dem Treffen sollen die aktuelle
Energiesituation beraten sowie wichtige Beschlussfassungen zum „Fit-for-55“-Paket getroffen werden.
So soll eine sogenannte Allgemeine Ausrichtung für die EU-Richtlinien für Energieeffizienz (EED)
und für erneuerbare Energien (RED) beschlossen werden. Die Europäische Kommission hatte die beiden
Richtlinien 2021 im Rahmen des „Fit-for-55“-Pakets vorgeschlagen, um höhere Energieeinsparungen und
einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien bis 2030 festzuschreiben und Maßnahmen auf
europäischer Ebene entsprechend zu erweitern. Die Anpassungen sind ein wesentlicher Baustein des
„Fit-for-55-Pakets“, um die Treibhausgase in der EU bis 2030 um netto mindestens 55 % im Vergleich
zum Referenzjahr 1990 zu mindern und Treibhausgasneutralität im Jahr 2050 zu erreichen. Am Dienstag
tagt direkt im Anschluss an den Energierat der Rat der Umweltministerinnen und -minister, auf
welchem Vizekanzler und Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck ebenso wie
Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke die Bundesregierung vertreten werden.
Bundesminister Habeck: „Heute ist ein wichtiger Tag für die europäische Energiewende und den
europoäischen Klimaschutz. Wir wollen mit der Erneuerbaren-Richtlinie und der
Energieeffizienz-Richtlinie den ersten Teil des „Fit-for-55“-Pakets bei den heutigen Beratungen
voranbringen und beschließen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung von
Energieeffizienz sind heute wichtiger denn je und längst nicht nur eine klimapolitische, sondern
auch eine sicherheitspolitische Frage. Wir müssen uns so schnell wie möglich aus der Klammer
russischer Importe befreien. Wir müssen jetzt als Europäer für mehr Tempo beim Klimaschutz und
Erneuerbaren Ausbau sowie für mehr Entschlossenheit beim Energiesparen sorgen.“


Neben den beiden Allgemeinen Ausrichtungen zur EU-Erneuerbaren- und Energieeffizienzrichtlinie
stehen die Fortschrittsberichte zur EU-Methan-Verordnung und zur Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD)
auf der Tagesordnung des Energierats. Außerdem wird es einen Austausch zur Energiesituation in der
EU vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine geben. Die
Energieministerinnen und -minister wollen zudem die europäische Gasspeicher-Verordnung annehmen.
Am Rande des Energieministerrates wird Bundesminister Habeck zusammen mit Tschechien, Polen,
Slowakei, Österreich und Ungarn eine regionale Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU)
zur verstärkten Zusammenarbeit im Falle von Stromversorgungskrisen unterzeichnen. Die
Absichtserklärung soll eine wichtige Ausgangsbasis bilden für die weitere Zusammenarbeit zwischen
den Ländern und die Entwicklung regionaler Maßnahmen, die im Krisenfall zum Einsatz kommen.
Weitere umwelt- und klimapolitische Legislativdossiers zum „Fit-for-55“-Paket werden morgen auf dem
Rat der europäischen Umweltministerinnen und Umweltminister besprochen. Diese Dossiers werden unter
tschechischer EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli 2022 beginnen wird, weiter verhandelt.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/06/20220627-bundesminister-habeck-beim-energie-und-umweltrat.html

Quelle: abo-bmwi.de

 

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.