München:

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat vor den massiven Auswirkungen des
russischen Angriffskriegs in der Ukraine auf die bayerische Wirtschaft
gewarnt. Aiwanger: „Vor allem die stark steigenden Energie- und Rohstoffpreise
belasten die Unternehmen, dazu kommen Ausfälle bei Exporten und Investitionen
sowie Störungen in den Lieferketten und bei Finanztransaktionen. Die
Unternehmen brauchen jetzt einen Schutzschirm vom Bund. Die Firmen dürfen
nicht alleine gelassen werden.“
Der Staatsminister übte scharfe Kritik
an der Bundesregierung, die bislang nur diskutiert, aber keine konkreten
Lösungen für die Krise erarbeitet habe. Aiwanger: „Wir erleben
leider ein eklatantes Versagen des Bundes. Vor allem das Problem der steigenden
Energiepreise ist in Deutschland ungelöst. In allen Ländern um
uns herum, gibt es niedrigere Spritpreise, doch die Ampel diskutiert noch
immer um Tankrabatte und Energiegeld. Derweil wird das Loch in den Geldbörsen
der bayerischen Pendler und Unternehmen größer und der Tanktourismus
nach Österreich nimmt ungeahnte Ausmaße an. Die Ampel muss jetzt
endlich über Parteigrenzen hinaus eine Einigung erzielen und in das
Preisgeschehen eingreifen. Ich erneuere meine Forderung, die Sprit- und
Mehrwertsteuer zu senken. Das würde zeitnah Entlastung schaffen.“

Aiwanger forderte vom Bund auch, endlich konkrete Maßnahmen zur Versorgungssicherheit
mit Gas und Strom zu ergreifen. „Noch kommt Gas aus Russland, es hängen
220.000 Arbeitsplätze in Bayern direkt an diesen Importen. Aber die
Speicher sind weniger gefüllt, als sie sein könnten und müssten.
Deswegen brauchen wir jetzt Maßnahmen, um vor dem nächsten Winter
in einer besseren Ausgangslage mit weniger Abhängigkeit zu sein. Der
Vorstoß Bayerns lautet, vorurteilsfrei zu prüfen, ob eine vorübergehend
stärkere Nutzung von Kohle und eine Verlängerung der Laufzeit
des Kernkraftwerks Isar 2 um einige Monate Sinn macht. Doch während
zwei Bundesministerien im Falle der Kernkraft erklärt haben, eine
Verlängerung sei nicht zielführend, kommen Preußen Elektra
als Betreiber von Isar 2 und das Bayerische Umweltministerium zu anderen
Ergebnissen. Ich habe den Eindruck, der Bund will diese Option überhaupt
nicht grundlegend prüfen. Doch Versorgungssicherheit ist in Krisenzeiten
wichtiger als Ideologie.“

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.