München:

Hohe Energiepreise bringen Unternehmen in Bedrängnis

Aiwanger: „Corona-Schock darf nicht in einen Energie-Schock übergehen“

 

BDI-Präsident Siegfried Russwurm warnt vor der Abwanderung von Unternehmen wegen der hohen Energiepreise: Dazu kommentiert Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Ich teile diese Sorgen. Zwar können wir uns nicht von den Preisentwicklungen auf den Weltmärkten abkoppeln, aber doch hausgemachte Kostentreiber sofort abstellen.Dazu gehört das Aussetzen von Steuern und Abgaben auf Energie, die schnellstmögliche Abschaffung der EEG-Umlage und das Absenken der Besteuerung von Strom und Erdgas auf das rechtlich Mögliche. Außerdem müssen die Übertragungsnetzentgelte durch Bundeszuschuss weitestgehend gesenkt und ein Industriestrompreis eingeführt werden. Diese Entlastungen in Milliardenhöhe für Wirtschaft und Verbraucher sind jetzt nötig, um nach dem Coronaschock nicht nahtlos in den Energieschock überzugehen und die Erholung der Wirtschaft zu gefährden erklärt der Staatsminister.

Auch für die privaten Verbraucher fordert der Staatsminister Entlastungen mit sofortiger Wirkung: Ohne höhere Pendlerpauschale wird der Weg zur Arbeit für viele zum Luxus. Wir müssen die Pauschale schnellstens auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer erhöhen. Außerdem sollten die Vorteile des Heizstoffs Holz für Privathaushalte wieder mehr geschätzt werden: Für viele Normalbürger sind Holzöfen, ob mit Scheitholz, Pellets oder Hackschnitzelheizungen der einzige Weg, ihre Räume zu erschwinglichen Bedingungen warm zu halten, insbesondere wenn sie Eigenleistung einbringen können. Holz wächst nach und setzt bei der Verbrennung lediglich das CO2 frei, das vorher im Kreislauf der Atmosphäre entnommen wurde. Durch die Gewinnung des günstigen heimischen Energieträgers Brennholz werden also auch die Wälder gepflegt und die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas reduziert. Wir dürfen die Menschen nicht aus ideologischen Gründen und unter Ausblendung der naturwissenschaftlichen Zusammenhänge in eine kalte Wohnung zwingen oder in den finanziellen Ruin treiben. Die Energiekrise lässt keinen Raum für ideologische Abenteuer. Auch der verstärkte Ausbau der heimischen Erneuerbaren Energien darf künftig nicht mehr durch zu viel Bedenkenträgerei blockiert werden.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.