Berlin:

Habeck zur Lage in der Ostukraine und Stopp des Zertifizierungsverfahrens für Nord Stream 2

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Habeck hat sich heute bei seinem Besuch in
Nordrhein-Westfalen in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Wüst zur Lage in der
Ostukraine und zum heutigen Stopp des Zertifizierungsverfahren durch die Bundesregierung geäußert.
Minister Habeck sagt: „Ich verurteile den Bruch des Völkerrechts durch Russland scharf. Es handelt
sich um einen schweren Bruch des Völkerrechts – ohne erkennbaren Grund, kühl und strategisch
geplant. Wir werden mit abgestimmten wirtschaftlichen Sanktionen reagieren und klare Antworten
finden. Die Genehmigung für Nord Stream 2 haben wir heute vorerst gestoppt. Die geopolitische Lage
macht eine Neubewertung von Nord Stream 2 zwingend erforderlich.“


Im Einzelnen:
Die Bundesregierung zieht den Versorgungssicherheitsbericht der Vorgängerregierung für die
Gasleitung Nord Stream 2 zurück. Dies hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
heute Vormittag der Bundesnetzagentur, die für die Zertifizierung der Leitung zuständig ist, in
einem Schreiben mitgeteilt. Solange der Versorgungssicherheitsbericht nicht aktualisiert ist, kann
keine positive Zertifizierungsentscheidung durch die Bundesnetzagentur ergehen.
Grund für die Entscheidung ist die Situation am deutschen und europäischen Gasmarkt in diesem
Winter und die Zuspitzung der geostrategischen Entwicklung. Insbesondere angesichts der russischen
Eskalation mit Blick auf die Ukraine und dem Völkerrechtsbruch durch die Anerkennung der zwei
„Volksrepubliken“ ist nicht auszuschließen, dass dies Auswirkungen auf die im Rahmen der
Zertifizierung des Transportnetzbetreibers zu prüfende Versorgungssicherheit der Bundesrepublik
Deutschland und der Europäischen Union hat. Dies macht eine Neubewertung erforderlich.
Voraussetzung für die Zertifizierung Nord Stream 2 ist, dass die Leitung die Versorgungssicherheit
in Deutschland und der Europäischen Union nicht gefährdet. Diese Bewertung wurde in der letzten
Legislaturperiode vom alten Bundeswirtschaftsministerium am 26. Oktober 2021 abgegeben.
Die nach § 4b Abs. 3 EnWG abzugebende Bewertung (Versorgungssicherheitsbericht) beruht auf einer
Analyse tatsächlicher wie rechtlicher Grundlagen und kann bzw. muss bei einer Änderung wesentlicher
tatsächlicher Grundlagen angepasst werden.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/02/20220222-habeck-zur-lage-in-der-ostukraine-und-stopp-des-zertifizierungsverfahrens-fur-nord-stream-2.html

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.