München:

Weitere Entlastungen für private Haushalte und Unternehmen gefordert:

Aiwanger: „Bund muss angesichts drastisch gestiegener Energiepreise schnell und entschlossen handeln“

 

Angesichts der drastisch gestiegenen Gas- und Strompreise hält Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den von der Bundesregierung beschlossenen einmaligen Energiekosten-Zuschuss für Haushalte mit niedrigem Einkommen für richtig. Dem Staatsminister gehen diese Pläne aber nicht weit genug und er hält weitere spürbare Entlastungen für private Haushalte und Unternehmen für dringend erforderlich: Ich begrüße die Debatte auf Bundesebene, die aktuell für Anfang Januar 2023 geplante Abschaffung der EEG-Umlage bereits auf dieses Jahr vorzuziehen und so schnell wie möglich umzusetzen. Ich habe dies bereits seit längerem gefordert. Diese Maßnahme reicht jedoch nicht aus. Unternehmen und Bürger brauchen weitere Entlastungen. Ich fordere vom Bund zudem eine Senkung der Strom- und Erdgassteuer auf den europäischen Mindestsatz, so Aiwanger. Außerdem müsse die nationale CO2-Bepeisung zumindest auf Erdgas so lange ausgesetzt werden, wie die Gaspreise auf dem hohen Niveau verharren. Das Ziel der nationalen CO2-Bepreisung, fossile Energien zu verteuern, ist durch den Anstieg der Gaspreise in einem Ausmaß erreicht, das vor kurzem noch nicht vorstellbar war erklärt der Minister. Diese Maßnahmen könnte der Bund schnell umsetzen so Aiwanger weiter.

Um den Kostendruck durch aktuell hohe Energiepreise abzufedern, sollte der Bund darüber hinaus weitergehende Unterstützungsmaßnahmen für von Carbon Leakage bedrohte mittelständische Unternehmen prüfen. Carbon Leakage bedeutet die Verlagerung von Produktionsprozessen und damit Treibhausgasemissionen in Länder mit geringeren Klimaschutzauflagen. Ich setze mich seit langem für die Einführung eines Industriestrompreises ein. Auch eine analoge Einführung eines Industriegaspreises sollte in Erwägung gezogen werden, so Aiwanger weiter. Dafür brauche es jedoch eine europäische Lösung. Der Bund sollte darüber hinaus auch eine Auffangmöglichkeit für von den stark angestiegenen Energiepreisen besonders betroffene Unternehmen entwickeln. Brüssel hat europarechtskonforme Unternehmenshilfen sogar ausdrücklich in seine sogenannte Tool-Box zur Bekämpfung der hohen Energiepreise aufgenommen.

Quelle: stmwi.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.