München:

Bayerns Wirtschaftsminister begrüßt Meinungsumschwung im Bundesministerium

Aiwanger: „Bund muss sicherstellen, dass die Erdgasspeicher zu Beginn des nächsten Winters befüllt sind“

 

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sieht die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, in Kürze Vorschläge vorzulegen, wie eine ausreichende Befüllung der Erdgasspeicher für den Winter 2022/2023 sichergestellt werden kann, als sehr dringend an. Aiwanger: „Es war ein Fehler der aktuellen Energiebevorratung des Bundes, mit halb leeren Gasspeichern in den Winter zu gehen. Das können wir uns künftig nicht nochmal leisten. Die vergleichsweise milden Temperaturen seit Weihnachten haben uns geholfen, dass die derzeitigen Speicherfüllstände nicht noch geringer sind. Darauf können wir aber nicht bauen.

Der Staatsminister weist darauf hin, dass die Länder in den letzten Jahren immer wieder beim Bund vorstellig wurden, um das Instrumentarium zur Befüllung der Speicher und damit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit zu verbessern. Der Bund sah dies nicht als notwendig an. Daher begrüßt Aiwanger den Meinungsumschwung im Bundeswirtschaftsministerium sehr.

 

„Wegen der extrem niedrigen Speicherfüllstände habe ich mich gleich zu Jahresbeginn an den neuen Bundeswirtschaftsminister Habeck gewandt und darauf gedrängt, als kurzfristige Maßnahme durch den Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe (THE) weitere langfristige Verträge (Long-Term-Options) ausschreiben zu lassen. In Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium, der Bundesnetzagentur und den Fernleitungs­netzbetreibern hat dann die THE weitere Long-Term-Options ausgeschrieben und kontrahiert. Dies trägt zur Versorgungssicherheit in Süddeutschland bei, da die Ausschreibung auf die Regelenergiezone Süd begrenzt war erklärte Aiwanger.

 

Für die Vernachlässigung ausreichender Speicherfüllstände zu Beginn des Winters wurde aus Sicht des Bayerischen Staatsministers viel Lehrgeld bezahlt. Niemand könne dies exakt beziffern, aber die Gaspreise und in Folge die Strompreise in Deutschland hätten sicherlich nicht so stark nach oben ausgeschlagen, wenn die Unsicherheiten infolge niedriger Speicherfüllstände geringer gewesen wären. Damit wären die Belastungen der Energieverbraucher, sowohl Unternehmen als auch Bürger, nicht so extrem ausgefallen.

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.