München :

Bundesnetzagentur: Wirtschaftsminister Aiwanger gegen Verlängerung der Mobilfunkfrequenz-Zuteilung

Aiwanger: „Die Vergabe der Mobilfunkfrequenzen muss reformiert werden“

 

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will die Zuteilung von Mobilfunkfrequenzen reformieren. Aiwanger: Die bisherigen Versteigerungen brachten viel Geld, aber keine optimale Versorgung. In Zukunft muss das Geld ohne Umwege direkt in den Ausbau fließen. Ein Ausschreibungsverfahren ist deshalb die bessere Alternative. Hier verpflichten sich die Netzbetreiber, im Gegenzug zu den Funkfrequenzen die Netze verbindlich und umfassend auszubauen.“ Das Beispiel Japan zeige, dass dieses Verfahren funktioniert. Diese Haltung bekräftigt Aiwanger heute anlässlich der Beiratssitzung der Bundesnetzagentur.

Eine Verlängerung der bisherigen Zuteilungen sieht Aiwanger skeptisch. Eine kurze Verlängerung um wenige Jahre bedeutet Stillstand für den Ausbau wegen fehlender neuen Auflagen. Eine weitergehende Verlängerung bremst andererseits Neueinsteiger aus. Solche Vertagungsstrategien bringen unser Netz also nicht weiter“, so Aiwanger.

 

Bei der letzten Versteigerung 2019 hat der Bund mehr als 6 Milliarden Euro eingenommen. Aiwanger: Hätten die Netzbetreiber diese Summe für den Bau von Mobilfunkmasten genutzt, müssten wir uns heute nicht mehr über Funklöcher ärgern. Auch die Verbreitung des 5G-Standards hätte davon stark profitiert. Stattdessen landet das Geld in der Staatskasse und fehlt den Unternehmen in der Folge beim Ausbau. Mit der Konsequenz, dass Bund und Länder den Netzausbau deshalb kompliziert subventionieren müssen. Dieses System ist ineffizient.“

 

Der bayerische Wirtschaftsminister verlangt außerdem eine scharfe Kontrolle der Ausbauauflagen aus der letzten Versteigerung. Aiwanger: Die erste Hälfte der Auflagen muss bis Ende dieses Jahres erfüllt sein. Meine Erwartungshaltung an die Netzbetreiber ist klar: Der vereinbarte Netzausbau muss fristgerecht eingehalten werden. Hier in Bayern werden wir deshalb auch wieder selbst nachmessen.

 

Derzeit bereitet die Bundesnetzagentur das Verfahren für die Frequenzzuteilung im Jahr 2025 vor.

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.