München:

Hauptalmbegehung rund um den Hochgern (Unterwössen)

Aiwanger: „Die Schönheit Bayerns mit Vernunft genießen.“

Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger sprach bei der Hauptalmbegehung zu Almbauern, Almerern und Freunde der Almwirtschaft. (Foto: © StMWi / A. Gottardi)
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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nahm bei der Hauptalmbegehung teil. Bei dieser Gemeinschaftswanderung, die eine über 70-jährige Tradition aufweist, sagte Aiwanger auf der Gschwendtalm (Unterwössen): Der Run auf die Berge, wie hier die Chiemgauer Alpen mit ihrer traumhaften Kulisse, ist sehr hoch. Für viele Urlauber sind die bayerischen Bergregionen ein Wohn-, Freizeit- und Urlaubsparadies. Dieser Tourismus findet in sensiblen Naturräumen statt. Wir appellieren deshalb, die Schönheit Bayerns mit Vernunft zu genießen und sensibel mit Natur und Tierwelt umzugehen. Wir fördern Qualitätstourismus in Bayern. Er muss wirtschaftlich, naturverträglich und barrierefrei sein. Eine wichtige Funktion nehmen Almen ein, die Inbegriff eines nachhaltigen Alpintourismus und Heimat zahlreicher wildlebender Pflanzen- und Tierarten sind. Ein Almbewirtschafter ist mehr als ein produzierender Landwirt, sondern ein Gestalter einer sensiblen Landschaft.

 

In Bayern gibt es rund 10.000 Bergbauernbetriebe, die beispielsweise durch das Treiben von Vieh auf die Sommerweide, das Sömmern, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Berglandschaft leisten. Die Berglandwirte erzeugen durch die Nutzung der Alm- und Alpflächen nicht nur gesunde Nahrungsmittel von höchster Qualität, sondern schützen auch Boden und Wasser. Wir müssen die Bergbauern unter Artenschutz stellen, weil immer weniger diese harte Arbeit machen. Aufwand und Nutzen passen leider nicht mehr zusammen. Aber gerade Bergbauern leisten durch die Bewirtschaftung des Bergwaldes zudem einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung im Tal gegen Lawinen- und Murenabgänge, sagt Aiwanger. Der Freistaat ist reich an 1.450 Almen. Alleine in Unterwössen gibt es 40 Almen. Wir müssen den Urlaubsstress für Bayerns Berge reduzieren. Das Ministerium hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um Lösungen zu finden, wie Erholungssuchende besser gelenkt werden können. Zudem sind bei der digitalen Besucherlenkung auch der Ausflugsticker Bayern und die Bayern Cloud Tourismus eine große Unterstützung.

 

Die lange Beweidung und Bewirtschaftung der alpinen Lagen ist ein Alleinstellungsmerkmal des Tourismus in Bayern. Die Almweide und der Bergmähder (Wiesenflächen an sehr steilen Hängen in Gebirgen) sind die artenreichsten Lebensräume. Bergmähder – ein Agrarkultur-Erbe der besonderen Art  ist eine in Bayern nahezu vergessene Nutzungsform. Großes Interesse weckte bei den Wanderern bei der Hauptalmbegehung das vor kurzem gestartete und von der Regierung von Oberbayern geförderte Projekt Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und AchentalDer Bergmähder am Hochgern ist ein Biodiversitätshotspot in 1748 Metern Höhe. Diese Bergmähder-Fläche mit der Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten leistet einen unschätzbaren Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität sagt Aiwanger. So steht der Erhalt der Biodiversität auch ganz oben auf der Agenda der Bioökonomiestrategie des Wirtschaftsministeriums.

 

Das Bergmähder-Projekt wurde an der steilen Südflanke des Hochgerns im September 2020 gestartet. Seit den 1960er Jahren wurde die Fläche am Hochgern nicht mehr bewirtschaftet. Verbuschung und Grasfilz haben auf den Flächen Einzug gehalten. Die schützenswerten, arten- und blumenreichen Wiesen verschwanden genauso wie Orte der Wildheugewinnung und Kulturgüter wie Heustadel, Wege und Steige.

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.