Berlin:

Innovationen voranbringen: Zentrale Datenplattform für die Landwirtschaft geht an den Start
Bundeslandwirtschaftsministerium bündelt öffentliche Daten für den Agrarbereich – bessere Datenvernetzung und Informationen auf einen Blick

Mit der heutigen Freischaltung einer staatlichen Plattform für Agrardaten geht die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, beim intelligenten Umgang mit der wachsenden Datenmenge in der Landwirtschaft voran. Auf der Plattform können Landwirtinnen und Landwirte, Unternehmen, Start-Ups und die Forschung für sie relevante Daten abrufen. Erstmals sind die verfügbaren Agrardaten damit an einer Stelle zentral gebündelt.

Auf www.landwirtschaftsdaten.de<http://www.landwirtschaftsdaten.de> sind alle öffentlich verfügbaren Daten des Bundes aus den Themenbereichen Pflanzenbau, Tierhaltung, Fischerei und Forstwirtschaft sowie Umwelt-, Geo- und statistische Daten zu finden. Zum Beispiel die neusten Daten aus der Bodenzustandserhebung des Thünen-Instituts oder die Online-Datenbank für Pflanzenschutzmittel des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. So können zum Beispiel intelligente Spritzdüsen, die per Satellit gesteuert werden, automatisch die Dosis des Pflanzenschutzmittels anpassen.

Bundesministerin Julia Klöckner: „Agrardaten sind das Betriebsmittel der Zukunft. Mit der Vernetzung relevanter Daten auf unserer neuen Plattform wollen wir die Forschung und Entwicklung von intelligenten Maschinen und Anwendungen weiter voranbringen. Sie helfen, nachhaltiger, tiergerechter, transparenter und effizienter zu handeln. Unser Ziel sind Innovationen, um die Landwirtschaft weiter zu modernisieren, zu digitalisieren und so die Landwirte im Transformationsprozess zu unterstützen.“

In einem ersten Schritt werden vor allem Datensätze der nachgeordneten Forschungseinrichtungen und Behörden des Bundeslandwirtschaftsministeriums übersichtlich bereitgestellt. Weitere Daten – wie Geodaten oder Wetterdaten – werden nach und nach ergänzt.

Hintergrund:
Das Datenportal für die Landwirtschaft ist ein erstes Ergebnis einer Empfehlung der vom Bundesministerium in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zu staatlichen Datenplattformen für die Landwirtschaft<https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Digitalisierung/machbarkeitsstudie-agrardatenplattform.pdf?__blob=publicationFile&v=3>.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern wurde im August 2019 mit der Durchführung der Machbarkeitsstudie beauftragt. Zusammen mit den Projektpartnern, dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), der TU Dresden (Agrarsystemtechnik), der Europa-Universität Viadrina (Öffentliches Recht) und der Kanzlei Legerlotz Laschet und Partner Rechtsanwälte, wurden dabei unter anderem 104 Interviews mit Vertretern unterschiedlicher landwirtschaftlicher Stakeholdergruppen (z. B. landwirtschaftliche Betriebe unterschiedlicher Größe, der Landtechnikindustrie, zuständige Behörden) sowie eine Onlineumfrage durchgeführt. Zudem wurden fast 60 landwirtschaftliche Projekte und Initiativen analysiert. Wichtigste Ergebnisse waren:
• Landwirtinnen und Landwirte wollen weniger Bürokratie.
• Sie wollen die Hoheit über ihre eigenen Daten behalten.
• Sie wollen staatliche Informationen besser und einfacher finden.
• Landwirte und Unternehmen im Agrarsektor brauchen offene, maschinenlesbare Schnittstellen für den Datenaustausch.
• Behörden wiederum wünschen eine stärkere Vernetzung zwischen staatlichen Stellen.

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.