Berlin:

Jeder siebte Betrieb arbeitet ökologisch
Bundesministerin Julia Klöckner stellt aktuelle Strukturdaten zum ökologischen Landbau 2020 vor

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat die aktuellen Strukturdaten zum ökologischen Landbau in Deutschland 2020 vorgestellt. Diese werden vom Bundesministerium bei den Ländern abgefragt und zusammengestellt. Ergebnis: Der Anteil des zertifizierten ökologischen Landbaus in Deutschland ist wieder gewachsen. Damit setzt sich der Trend fort.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick im Vergleich zum Jahr 2019:
* Allein in 2020 stieg der Umfang der ökologisch bewirtschafteten Fläche um 5,5 Prozent. Das entspricht rund 88.000 Hektar.
* Insgesamt beträgt die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland damit 1,7 Millionen Hektar. Das ist ein Anteil von 10,3 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche.
* Damit ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche innerhalb von nur fünf Jahren um fast 60 Prozent gestiegen (2015: 6,5 Prozent).
* Die Anzahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe hat gegenüber 2019 um rund 3,6 Prozent zugenommen und beträgt nun etwa 35.400 Betriebe.
* Das sind 13,5 Prozent aller landwirtschaftlicher Betriebe.

Julia Klöckner: „Der ökologische Landbau in Deutschland gewinnt weiter an Bedeutung. Unsere Strukturdaten zeigen: Der Trend ist stabil. Jeder siebte Betrieb arbeitet mittlerweile ökologisch. Eine Fläche von umgerechnet über 123.000 Fußballfeldern ist allein im vergangenen Jahr hinzugekommen. Auch, weil es sich für die Betriebe rechnet und wir gezielt fördern und forschen. Ökologisch oder konventionell wirtschaftende Bauernfamilien sehen wir im guten Miteinander. Die Entwicklung stimmt: Der konventionelle Anbau wird immer nachhaltiger, der Ökolandbau effizienter. Klar ist: Die Entscheidung umzustellen, liegt bei den Landwirten selbst. Wir setzen dafür den politischen Rahmen, senken Hürden und unterstützen mit einer breiten Palette an Maßnahmen. Dass diese angenommen werden und wirken, belegen die neuen Daten.“

Förderprogramme:
* Konventionelle wie ökologische Betriebe erhalten EU-Direktzahlungen.
o 2020 waren das im Durchschnitt etwa 283 Euro pro Hektar bzw. etwa durchschnittlich 15.500 Euro pro Betrieb.
o Öko-Betriebe erhielten damit 2020 rund 482 Millionen Euro EU-Direktzahlungen.
* Darüber hinaus werden Landwirte dabei unterstützt, wenn sie auf Öko-Landbau umstellen – und ebenso gefördert, wenn sie bei dieser Bewirtschaftung bleiben. Diese Gelder gibt es zusätzlich zu den Direktzahlungen:
o bei der Einführung bis zu 250 Euro je Hektar,
o bei der Beibehaltung bis zu 210 Euro je Hektar,
o bei einzelnen Kulturen (etwa dem Gemüseanbau) gibt es noch höhere Prämien.
* Das BMEL hat eine Zukunftsstrategie ökologischer Landbau (ZöL) entwickelt, mit dem Ziel, bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent ökologisch bewirtschafteter Fläche zu erreichen.
* Das Spektrum der in der ZöL beschriebenen politischen Instrumente reicht von der Rechtsetzung bis zur gezielten Förderung einzelner Projekte.
* Wichtiges Finanzierungs- und Umsetzungsprogramm der ZöL ist das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).
o Über das BÖLN hat das Bundeslandwirtschaftsministerium allein bereits über 1.200 Forschungsvorhaben gefördert. Das Bundesministerium fördert etwa mehrere Forschungsvorhaben zur Reduzierung des Kupfereinsatzes im Weinbau, u. a. das Verbundvorhaben ‚VitiFIT‘ mit 6,3 Millionen Euro.
o Rund 4.400 Wissenstransferveranstaltungen für Praktiker zur Verbreitung von Forschungsergebnissen wurden finanziert.
* Zudem profitieren die ökologischen Betriebe von grundsätzlichen Forschungsprojekten des Ministeriums, der Förderung technischer Neuerungen und Digitalisierung oder den Zuschüssen zur Agrarsozialen Sicherung:
* Der Öko-Landbau profitiert außerdem von verschiedenen Agrarstrukturförderangeboten der Europäischen Union.
* Im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sind in den 13 ELER-Programmen der Länder für die Förderperiode 2014 – 2020 öffentliche Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro zur Unterstützung der Umstellung auf und die Beibehaltung der ökologischen Bewirtschaftung vorgesehen

Die aktuellen Strukturdaten sowie auch die Daten der vergangenen Jahre finden Sie hier<http://www.ble.de/strukturdaten-oekolandbau.>.

Anbei finden Sie zudem eine Aufgliederung der aktuellen Strukturdaten für 2020 nach Bundesländern.

Quelle: bmel..bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.