Berlin:

Luftqualität

Bundestag beschließt strengere Vorgaben für Abgase aus Großfeuerungs-
und Abfallverbrennungsanlagen

Der Deutsche Bundestag hat heute schärfere Grenzwerte für
Quecksilberemissionen und andere Schadstoffe für Großfeuerungsanlagen
beschlossen. Betroffen sind industrielle Anlagen wie Kraftwerke, die
fossile und biogene Energieträger durch Verbrennung in Energie umwandeln.
Zugleich sinken künftig die Grenzwerte für Methanemissionen aus
Gasmotoren-Kraftwerken sowie für den Ausstoß von Stickstoffoxid, zum
Beispiel aus Kohlekraftwerken. Der Bundesrat hatte der Verordnung bereits
mit Maßgaben zugestimmt, die nun vom Bundestag übernommen wurden. Die
Verordnung tritt nach ihrer Verkündung in Kraft.

Mit der heute beschlossenen Verordnung werden die Emissionsgrenzwerte für
Großfeuerungsanlagen, Abfallmitverbrennungsanlagen und Anlagen zur
Herstellung organischer Grundchemikalien an den Stand der Technik
angepasst. Das sind z.B. strengere Anforderungen an die Emissionen von
Staub, Stickstoffoxide und Schwefeloxide, Formaldehyd und Methan. Für
einzelne Luftschadstoffe, wie Quecksilber, werden die
Emissionsanforderungen deutlich verschärft. Die Verordnung verbindet die
Neufassung der Verordnung über Großfeuerungs-, Gasturbinen- und
Verbrennungsmotoranlagen mit der Änderung der Verordnung über die
Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen.

Künftig sinkt etwa der Tagesmittelwert für Quecksilberemissionen von 30
Mikrogramm auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Abgasluft. Zusätzlich werden
dem Stand der Technik angemessene Jahresmittelwerte für
Quecksilber-Emissionen von Großfeuerungsanlagen eingeführt, die sich zum
Beispiel nach Art der Kohle, dem Alter oder der Größe der Anlage richten.
Denn jede Anlage soll nicht weniger als das leisten, was technisch möglich
und ökonomisch sinnvoll ist. Außerdem sinken die Regelanforderungen für
bestehende große Kohlekraftwerke von heute 10 µg/m³ im Jahresmittel auf
4 bzw. 5 µg/m³ und nach etwa vier Jahren noch einmal um jeweils 1 µg/m³
auf dann 3 bzw. 4 µg/m³. Insgesamt sind etwa 580 Großfeuerungsanlagen in
Deutschland betroffen. Die Umsetzung der Emissionsgrenzwerte aus der heute
beschlossenen Verordnung stellt aktuell den Handlungsrahmen der Betreiber
dar.

Mit der Verordnung folgt die Bundesregierung den Vorgaben aus den
Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken für
Großfeuerungsanlagen (BVT). Diese wurden 2017 von den EU-Mitgliedstaaten
beschlossen und schreiben für Industrieanlagen in der EU
Schadstoffgrenzwerte fort, um damit den inzwischen verbesserten technischen
Möglichkeiten zu Reduktion Rechnung zu tragen. So sorgen zum Beispiel die
verschärften Grenzwerte für Stickstoffoxid dafür, dass die Verbreitung
von Abgasreinigungssystemen zur selektiven katalytischen und
nicht-katalytischen Reduktion der Schadstoffe vorangerieben wird. Auch für
die Methanemission von Gaskraftwerke werden anspruchsvolle Grenzwerte
festgeschrieben.

Nachdem sowohl Bundestag als auch Bundesrat zugestimmt haben, kann die
Neufassung der Verordnung nach ihrer Verkündung in Kraft treten.

Weiterführende Informationen

Luftreinhaltung
<https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=04OsbCg1JpSDR+leuJGDp12mQYTFKYyGs0zlielDvxaBuBNZyf8boKSsg41K6FIQ>

EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED); Kurzzusammenfassung zu
Schadstoffemissionen aus Großfeuerungsanlagen
<https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=lAZRGFLzcnKwf7SXH1R+BF2mQYTFKTyGs0zlielDvxaBuBNZyf87oKSsg41K6FIQ>

Quelle: bmu.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.