Berlin:

BMWi fördert Quantentechnologien mit 878 Millionen Euro
Entwicklung eines Quantencomputers steht im Zentrum der Förderung

Mit insgesamt 878 Millionen Euro wird das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in
den kommenden vier Jahren die praxisnahe Entwicklung und die Anwendung von Quantentechnologien und
Quantencomputing fördern. Den Großteil der Mittel, 740 Millionen Euro, erhält das Deutsche Zentrum
für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit Partnern aus der Industrie, kleinen und mittleren Unternehmen
(KMU), Start-ups und der Forschung soll das DLR zwei Konsortien aufbauen, um einen deutschen
Quantencomputer sowie entsprechende Software und Anwendungen zu entwickeln.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Quantencomputing hat das Potenzial, Schlüsselbranchen
unserer Wirtschaft zu revolutionieren – zum Beispiel wenn es um die Steuerung des Energiebedarfs
und des Verkehrs oder das Testen neuer Wirkstoffe geht. Es ist unser Ziel, dass Deutschland bei der
Entwicklung und der praktischen Anwendung von Quantencomputing weltweit mit an der Spitze steht.
Mit unserer Förderung wollen wir dafür sorgen, dass exzellente Forschungsergebnisse zu innovativen
Anwendungen werden. Wir wollen sehr rasch eine industrielle Basis schaffen, um Quantencomputer in
die Praxis zu bringen und ihre Potenziale für unsere Wirtschaft und Gesellschaft zu nutzen.
Zusätzlich zum Aufbau der zwei Konsortien wird das BMWi beim DLR den Aufbau eines Industriellen
Innovationszentrums fördern. Es soll Industrie, KMU und Start-ups branchen- und
anwendungsübergreifend die Möglichkeiten der Quantentechnologien vermitteln. Insgesamt erhält das
DLR bis 2025 für die geplanten Maßnahmen 740 Millionen Euro. Rund 80 Prozent der für den
Quantencomputer vorgesehenen Mittel werden dabei an die kooperierenden Unternehmen und Start-ups
fließen.


Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups: „Start-ups sind
bei der Entwicklung und Anwendung von Quantencomputern zentral. Deshalb werden sie auch
entscheidend von der Förderung profitieren. Deutsche Start-ups haben bereits innovative Ansätze in
diesem Bereich entwickelt. Wir wollen sie in die Konsortien des DLR einbeziehen und gemeinsam mit
der Industrie und KMUs zur wirtschaftlichen Anwendung bringen. Außerdem ist es unser Ziel, dass
sich noch mehr innovative Start-ups im Bereich des Quantencomputing in Deutschland ansiedeln und
hier entstehen.“
Neben der Förderung über das DLR fördert das BMWi Quantentechnologien auch auf anderen Wegen:
Mit 50 Millionen Euro wird die bereits laufende Fördermaßnahme PlanQK – Plattform und Ökosystem für
quantengestützte Künstliche Intelligenz – aufgestockt. Die Mittel werden eingesetzt, um weitere
Anwendungspotenziale des Quantencomputings in der Wirtschaft zu erschließen und einfache
Zugangsmöglichkeiten zu Expertise und Algorithmen v.a. für KMU zu schaffen.
Das Nationale Weltraumprogramm wird um 63 Millionen Euro aufgestockt, um speziell auf die Raumfahrt
ausgerichtete Quantentechnologie zu fördern.
An der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) wird ein Kompetenzzentrum für
Quantentechnologie errichtet. Basierend auf der langjährigen Forschung im Bereich von
Quantentechnologien wird das Kompetenzzentrum insbesondere die Entwicklung von Basistechnologien
vorantreiben, Dienstleistungen für Wirtschaft und Wissenschaft bereitstellen und
Forschungsinfrastrukturen für externe Nutzer, v.a. KMU, aufbauen.
Die BMWi Maßnahmen sind Teil eines Gesamtkonzeptes zur Förderung von Quantentechnologien und
Quantencomputing in Höhe von zwei Milliarden Euro, auf das sich die Bundesregierung im Rahmen des
Konjunktur- und Zukunftspakets am 3. Juni 2020 verständigt hat. Das Konzept setzen BMWi, BMBF und
BMF gemeinsam um.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2021/05/20210511-BMWi-foerdert-Quantentechnologien-mit-878-Millionen-Euro.html

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.