München:

Holetschek will Versorgung von Pflegebedürftigen über Corona-Pandemie hinaus stärken – Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister startet mit interdisziplinärem Konsortium aus Pflegewissenschaftlern, Medizinern und Soziologen den „COVID-19 Monitor“

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek will über die Corona-Pandemie hinaus die Versorgung Pflegebedürftiger bei Infektionsgeschehen stärken. Holetschek erklärte am Mittwoch in München: Corona stellt alle Gesellschaftsbereiche auf die Probe. In der Pflege ist das besonders zu spüren. Wir wollen genau hinschauen, wie es Pflegebedürftigen und Pflegenden geht. Dafür haben wir unter Federführung des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) den Bayerischen ambulanten COVID-19 Monitor(BACOM) ins Leben gerufen.

Beim BACOM handelt es sich um eine interdisziplinäre Studie, die die psychischen, sozialen, klinischen und physiologischen Auswirkungen von COVID-19-Erkrankungen bei Pflegebedürftigen in der ambulanten und stationären Langzeitpflege untersucht. Für die Datenerhebung sollen rund 1.500 Menschen mit Pflegegraden von 1 bis 5 teilnehmen, die zuvor positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden waren. Zudem ist eine Kontrollgruppe mit rund 500 Pflegebedürftigen geplant, die sich nicht mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig nimmt die Studie auch den Bedarf des pflegerischen Personals und der pflegenden Angehörigen in den Blick.

Neben dem LMU Klinikum München sind die Katholische Stiftungshochschule München sowie die Universitätskliniken in Würzburg und Erlangen beteiligt.

Der LMU-Allgemeinmediziner Prof. Jochen Gensichen erklärte: Die meisten Pflegebedürftigen erleben und erleiden die Pandemie zu Hause, nicht wenige auch in Heimen. Politik und Wissenschaft wollen diesen Betroffenen gezielt helfen. Gemeinsam mit Pflegebedürftigen, Angehörigen, Pflegekräften und Hausärzten suchen wir im Rahmen unseres Projektes geeignete Wege aus der Pandemie.

Holetschek betonte: Die Studie legt erstmals einen Schwerpunkt auf den Bereich der Langzeitpflege. Wir brauchen sie, um in diesem Bereich evidenzbasierte Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei geht es uns vor allem um die Frage: Was brauchen Pflegebedürftige und Pflegende? Den Rückblick auf vergangene COVID-19-Erkrankungen wollen wir als Grundlage für Handlungsempfehlungen in der Langzeitpflege nutzen auch für den Umgang mit künftigen Infektionsgeschehen.

Der Minister ergänzte: Unser besonderes Augenmerk richten wir dabei auf Menschen mit Demenz. Wir versprechen uns davon unter anderem Erkenntnisse, wie wir die demenzsensible Betreuung und Versorgung in einer Pandemiesituation noch weiter verbessern können.

Die Studie läuft bis voraussichtlich Ende 2022. Das Gesundheits- und Pflegeministerium stellt dem interdisziplinären Team aus Pflegekräften, Hausärzten, Infektiologen und Soziologen 3,4 Millionen Euro bereit.

Sollten Sie Interesse haben, an der Studie teilzunehmen, bitten wir Sie, sich an folgende Adresse zu wenden:

Institut für Allgemeinmedizin, LMU Klinikum
Campus Innenstadt | Pettenkoferstraße 8a (Post: 10)
80336 München
www.allgemeinmedizin.klinikum.uni-muenchen.de

Studienteam BaCoM
Tel. 089/ 4400-53677
E-Mail: allgemeinmedizin.bacom@med.uni-muenchen.de

Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine nachgewiesene Infektion mit Sars-CoV-2 und eine Einstufung in Pflegegrad 1 bis 5. Gerne können Sie sich auch als Angehöriger oder Pflegefachperson melden.

Das LMU Klinikum München lädt zum Start des Bayerischen ambulanten COVID-19-Monitors (BACOM) am Donnerstag, 25.3.2021, um 15.00 Uhr zu einer Online-Pressekonferenz ein (via WebEx-Konferenztool). Über diesen Link können Sie sich für die Online-PK registrieren:

https://med-uni-muenchen.webex.com/med-uni-muenchen-de/onstage/g.php?MTID=e4ccacc92f39e97de2f067dd06b66829b

Quelle: stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.