München:

Bayern geht konsequent gegen häusliche Gewalt und Stalking vor / Bayerns Justizminister Eisenreich: „Die Justiz ist auch in diesen schwierigen Tagen des Lockdowns für Frauen und Kinder da“/ Freistaat will Cyberstalking verschärft ins Visier nehmen

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich warnt: „In Bayern gehen wir konsequent gegen prügelnde (Ehe-) Partner und Stalker vor. Die bayerische Justiz toleriert keine häusliche Gewalt. Wer die Hand gegen Schwächere erhebt, muss mit Konsequenzen rechnen. Wir lassen potenzielle Opfer nicht allein.“

Experten gehen davon aus, dass häusliche Gewalt insbesondere gegen Frauen und Kinder im Corona-Lockdown oft unentdeckt bleibt. Minister Eisenreich: „Die Justiz ist auch in diesen schwierigen Tagen für die Opfer von Gewalt da. Mir ist wichtig: Jeder kann einen Beitrag leisten, um Opfer von häuslicher Gewalt und ihre Kinder zu unterstützen! Schauen und hören Sie nicht weg. Rufen Sie im Notfall die 110 und stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung. So setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt in Familien und gegen Stalking.“

Im Jahr 2018 wurden in Bayern 112 Personen (102 davon männlich) wegen Straftaten nach § 4 Gewaltschutzgesetz (Verstöße gegen Anordnungen nach dem Gewaltschutzgesetz) verurteilt. Im Jahr 2019 waren es 97 (davon 92 Männer). Die Zahl der verurteilten Stalker ist in Bayern von 60 im Jahr 2018 auf 103 im Jahr 2019 gestiegen. Justizminister Eisenreich: „Wir wollen den Schutz vor besonders hartnäckigen Tätern weiter verbessern und die Strafen verschärfen. Bisher ist es z.B. kaum möglich, Stalker in Sicherungshaft zu nehmen, um eine Eskalation zu verhindern. Die Justizministerkonferenz hat sich im vergangenen Jahr auf Initiative Bayerns für eine weitere Reform des Stalking-Paragrafen 238 Strafgesetzbuch befasst. Neuerdings will auch die Bundesjustizministerin die aktuellen Anti-Stalking-Regeln nachschärfen. Ich freue mich über diesen neuen Kurs.“

Bayern will auch das Cyberstalking bekämpfen. Der Minister: „Derzeit beobachten wir, dass im Netz Späh-Apps eingesetzt werden. Bayern nimmt deshalb aktuell das Cyberstalking stärker ins Visier. Wir prüfen die rechtlichen Möglichkeiten, um künftig besser gegen Stalkerware und Stalking im Netz vorgehen zu können.“

Morgen (11. Februar) nimmt eine von der Justizministerkonferenz beauftragte Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Gewalt gegen Frauen und Mädchen wirksam begegnen“ ihre Arbeit auf. Bayern wird seine Vorschläge einbringen. Eisenreich: „Frauen trifft der Hass im Netz besonders hart, weil sie oft in ihrer Körperlichkeit angegriffen werden. Diese beschämenden Taten nehmen wir deshalb verstärkt ins Visier.“ Bayern wird strafbare sexistische Hate-Speech gegen Frauen künftig statistisch gesondert erfassen.

Hinweis:

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist anonym und kostenfrei zu erreichen unter
8000 116 016.

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.