Berlin:

Schulze: Klimaschutz wird in Europa unumkehrbar

EU-Umweltrat beschließt Position der Mitgliedstaaten zum Europäischen
Klimagesetz

Die Europäische Union wird zum ersten Mal das rechtsverbindliche Ziel der
Treibhausgasneutralität bis 2050 gesetzlich festschreiben. Unter Leitung
von Bundesumweltministerin Svenja Schulze einigten sich die
EU-Umweltminister*innen heute beim Umweltrat in Brüssel auf eine
gemeinsame Position zum Europäischen Klimagesetz, die neben der Festlegung
der Treibhausgasneutralität auch ein höheres Klimaziel für 2030
festlegt: Bis dahin sollen die Treibhausgasemissionen der EU um mindestens
55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Erreicht sind bislang 25 Prozent
Minderung, angestrebt wurde zuvor mindestens 40 Prozent bis 2030.
Beschlossen wurde auch, dass die Mitgliedstaaten das neue Ziel für 2030
als EU-Klimaschutzbeitrag wie im Pariser Abkommen vorgesehen noch in diesem
Jahr an die Vereinten Nationen übermitteln.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Diese Einigung ist ein wichtiges
internationales Signal: Die Europäische Union verpflichtet sich
unumkehrbar und verbindlich zum Klimaschutz. Wir Europäer beweisen damit,
dass wir das Pariser Klimaschutzabkommen ernst nehmen. Unser neues EU-Ziel
von mindestens 55 Prozent Treibhausgas-Minderung bis 2030 ist international
vorbildlich. Das ist ein glaubwürdiger und vernünftiger Pfad hin zur
Treibhausgasneutralität 2050. Für das kommende Jahrzehnt bedeutet das
nichts weniger als eine Verdopplung unseres Tempos beim Klimaschutz. Alle
EU-Länder werden mehr tun als bisher. Auch Deutschland wird beim
Klimaschutz mehr beitragen müssen als die bislang beschlossenen 55 Prozent
Treibhausgas-Minderung. In allen Bereichen werden jetzt zusätzliche
energische Klimaschutzschritte folgen müssen: bei der Energiewende, im
Verkehr und bei Gebäuden ebenso wie bei allen Industrieprozessen.“

Das EU-Klimagesetz legt noch nicht fest, mit welchen Maßnahmen die Ziele
erreicht werden sollen und welcher Mitgliedstaat welchen Beitrag
übernimmt. Das wird erst absehbar, wenn die EU-Kommission im Sommer 2021
ihre Vorschläge für die Umsetzungsinstrumente vorlegen wird.

Das Europäische Klimagesetz sieht zudem eine regelmäßige Überprüfung
vor, die sich eng am Pariser Abkommen orientiert. Demnach wird die
EU-Kommission alle fünf Jahre prüfen, ob die Maßnahmen der EU und der
Mitgliedstaaten mit dem Ziel der Klimaneutralität und dem Zielpfad dorthin
im Einklang stehen. Analog zum Pariser Abkommen findet die erste
Überprüfung im Jahr 2023 statt.

Der Rat der EU-Mitgliedstaaten wird das EU-Klimagesetz im Trilog mit
EU-Parlament und EU-Kommission zügig weiterverhandeln. Finalisiert werden
diese Gespräche dann wie vorgesehen unter portugiesischer
Ratspräsidentschaft.

Quelle:bmu.de

Anmerkung der Redaktion: Unumkehrbar? So wie die Pressefreiheit, die unabhängige Justiz in Polen und Ungarn?

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.