München – Weng :

Bayerische FFP2-Schutzmaskenproduktion startet in Weng / Niederbayern

Aiwanger: „Versorgungssicherheit dank zertifizierter FFP2-Schutzmasken aus bayerischer Produktion“

Die niederbayerische Zettl Group aus Weng im Landkreis Landshut kann ab sofort FFP2-Atemschutzmasken herstellen. Die notwendige Zertifizierung wurde im Beisein von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber überreicht. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den Zusammenschluss mehrerer bayerischer Unternehmen zum so genannten Maskenverbund Bayern und die Aufnahme einer bayerischen Maskenproduktion von Beginn der Coronakrise an unterstützt: „Das Ziel einer eigenen bayerischen Produktion von medizinischer Schutzausrüstung ist jetzt Realität geworden. Wir erleben heute einen wegweisenden Schritt in Richtung bayerischer Selbstversorgung mit der Inbetriebnahme einer vollautomatisierten Fertigungsanlage für zertifizierte FFP2-Masken hier in Weng. Als Wirtschaftsminister freue ich mich sehr, dass wir im Freistaat Unternehmen wie Zettl haben, die in Krisenzeiten bereit sind, in neue Geschäftsmodelle zu investieren.“

Aiwanger betont: „Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik war erfolgreich. Vom Vliesstoff bis zur fertigen Maske mit DEKRA-Zertifizierung haben die Unternehmen im Maskenverbund Bayern in wenigen Monaten eine funktionierende Produktion und Lieferkette aufgebaut. Dadurch ist sowohl für die Gesundheit der Bevölkerung als auch für die Arbeitsfähigkeit der Wirtschaft eine große Leistung vollbracht worden. Wir sind damit nicht mehr von überteuerten Importen abhängig. Ich danke im Namen der bayerischen Staatsregierung allen Beteiligten für diese großartige Leistung.

 

Laut Prüforganisation DEKRA ist die Maske von Zettl das beste Produkt seit Beginn der Coronapandemie. Herkömmliche FFP2-Masken filtern bis zu 94 Prozent der Partikel. Die Maske von Zettl filtert 99 Prozent und ist damit nahezu so gut wie eine FFP3-Maske – es fehlen nur 0,01 Prozentpunkte zur höheren Einstufung. Die Maske ist zudem ab sofort der Benchmark für die DEKRA bei der Zertifizierung für Atemschutzmasken.

 

Mit der Inbetriebnahme der Fertigungsanlage können monatlich 2,5 Millionen Masken des Modells „Zettl Futurus“ hergestellt werden. Mit Beginn des nächsten Jahres steigt die Produktion auf 6 Millionen, langfristig soll die Kapazität bei bis zu zehn Millionen Masken pro Monat liegen. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat den Zertifizierungsprozess begleitet. Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber: „Corona hat uns gezeigt: Wir brauchen bei Schutzgütern eine heimische Produktion zur Krisenvorsorge. Wir stehen in der Verantwortung, der Freistaat muss seine Bürger verlässlich schützen. Wir haben jetzt zusammen mit der Wirtschaft eine Win-Win-Situation geschaffen, von der die Menschen in Bayern nachhaltig profitieren. Die Produktion von FFP2-Masken in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte, in sechs Monaten von der Idee zum zertifizierten Produkt. ‚Made in Bavaria‘ gilt jetzt auch für Schutzmasken. Ein großer Erfolg, den wir in engem Schulterschluss – Unternehmen, Politik, Wissenschaft, medizinische Einrichtungen – erreicht haben. Mit der Bayerischen Prüfstelle für Schutzgüter und den Gewerbeaufsichtsämtern können wir zudem unsichere und ungeprüfte Waren so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität.“

 

Reinhard Zettl, Geschäftsführer der Zettl Group: Wir wollen eine bayerische Produktion von Atemschutzmasken mit neuem Qualitätsstandard und besseren Produkteigenschaften etablieren. Dieses Ziel haben wir mit der Prüfung und Zertifizierung durch die deutsche Prüforganisation DEKRA, einer rein deutschen Lieferkette und mit den jetzt verfügbaren Produktionskapazitäten erreicht. Somit machen wir Bayern teilweise auch wieder unabhängig vom Weltmarkt. Alle zur Erstellung der Produkte notwendigen Lieferanten sind ausschließlich in Bayern oder Baden-Württemberg angesiedelt. Durch diese lokale Lieferkette sind die Materialversorgung, eventuelle Reparaturen sowie die Ersatzteilversorgung der Anlagen jederzeit sichergestellt.“

 

Die Unternehmen Sandler in Schwarzenbach an der Saale, PIA Automation in Amberg und Zettl Group haben im Mai 2020 den Maskenverbund Bayern gegründet und gezeigt, was unternehmerische Initiativen ohne bayerische Subventionen erreichen. Bereits im August wurde eine neue Produktionsanlage für Masken-Vlies bei der Firma Sandler in Betrieb genommen.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.