München:

Hochschulinnovationsgesetz schafft zuverlässigen Rahmen für zukunftsfähige Hochschulstrukturen

Wissenschaftsminister Bernd Sibler: intensiver Dialog und schrittweise Erarbeitung des Gesetzesentwurfs – klares Bekenntnis zu nicht-technischen Fächern

Mit dem neuen Hochschulinnovationsgesetz schafft der Freistaat einen zuverlässigen rechtlichen Rahmen für die Hochschule der Zukunft. Bei der Erarbeitung des Gesetzesentwurfs setzt Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler auf einen intensiven, regelmäßigen Dialog mit allen Interessensgruppen an den Hochschulen sowie weiteren Expertinnen und Experten. Dabei werden die veröffentlichten Eckpunkte weiter konkretisiert, Chancen und Herausforderungen diskutiert.

 

Schon die Erarbeitung der Eckpunkte, die im Zuge der 2019 ausgerufenen Hightech Agenda Bayern vom Bayerischen Ministerrat Mitte Oktober 2020 beschlossen worden waren, fand in Zusammenarbeit mit den Hochschulen statt. Für die Unsicherheit bei einzelnen Beteiligten habe er Verständnis und verweist auf den Prozess: „Wir stehen am Anfang eines zukunftsweisenden Neuaufbruchs, den wir gemeinsam mit allen Vertreterinnen und Vertretern unserer Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen getreu dem Motto ‚Größtmögliche Freiheit für mehr Eigenverantwortung und Exzellenz‘ gestalten wollen. Wir entwickeln wichtige Schritte, dafür braucht es Diskussion und Präzision“, betont Wissenschaftsminister Sibler.

„Alle Gewinner der Reform“

Für den Geisteswissenschaftler ist klar, dass alle Disziplinen, auch die nicht-technischen Fächer, Gewinner der Reform und der Hightech Agenda Bayern sein müssen. „Dafür stehe ich ein, die Unterschiede sind gut und richtig und werden Berücksichtigung finden. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sind für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und die internationale Spitzenstellung unserer Wissenschaft zentrale und grundlegende Fächer – auch, aber nicht nur, wenn es darum geht, unseren technischen Fortschritt menschenfreundlich zu gestalten und ethisch zu begleiten.“ Er verspricht ein differenziertes Vorgehen. Neben der Forschung werde auch die Lehre ihren Stellenwert halten. „Forschung und Lehre müssen mit Blick auf die Ausbildung von Fachkräften Hand in Hand gehen. Beides muss ineinandergreifen. Die in der Hightech Agenda Bayern angelegten Stellen sind für beide Aufgabenfelder gedacht“, erklärt Sibler mit Blick auf die verschiedenen Förderschwerpunkte. Allein über den KI-Wettbewerb, über den 50 Professuren vergeben wurden, werden beispielsweise mehr als 10 Professuren mit einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Bezug eingerichtet, darunter auch an Kunsthochschulen.

Sibler: Freistaat soll Dienstherr und Arbeitgeber bleiben

Zur Rechtsstellung der Hochschulen verweist Sibler auf folgende geplante Regelung: Hochschulen, die aufgrund ihrer spezifischen Situation den Schritt hin zu einer reinen Personal-Körperschaft des öffentlichen Rechts gegenwärtig nicht gehen wollen, erhalten die Möglichkeit, beim bisherigen System zu bleiben. Hinsichtlich der Frage der Dienstherreneigenschaft unterstrich Sibler seine Absicht, dass das Personal an den Hochschulen weiterhin ausschließlich staatliches Personal bleibt. Für Beamte und Arbeitnehmer würde sich der Dienstherr und Arbeitgeber an den Hochschulen also nicht ändern.

„Selbstverständlich unterstützen und fördern wir als Freistaat die Hochschulen weiterhin als zuverlässiger paraPartner“, fasst Sibler zusammen. „Mit der Hochschulrechtsnovelle wollen wir unsere bayerischen Hochschulen zukunftsorientiert weiterentwickeln, um sie im internationalen Wettbewerb noch attraktiver zu machen. Gemeinsames Ziel von Freistaat und Hochschulen ist es, optimale Voraussetzungen zu schaffen, um die Exzellenz in Forschung und Lehre zu stärken und die großen Potentiale auszuschöpfen. Dafür sollen unsere Hochschulen mehr Freiraum und die Möglichkeit zu mehr Eigenverantwortung erhalten.“ So könnte auch der großen Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern noch größere Durchschlagskraft verliehen werden. Bayernweit werden im Rahmen der Hightech Agenda 2.500 neue Stellen an den Hochschulen geschaffen, weitere 1.240 Stellen stehen dauerhaft dem Hochschulbereich zur Verfügung.

Zentrale Inhalte des Gesetzesentwurfs werden darüber hinaus sein:

Die Hochschulen können ihre inneren Strukturen passgenau etwa auf ihre Größe oder Schwerpunkte abstimmen. Die verfassungsrechtlichen Leitplanken sind dabei klar.Studentinnen und Studenten erhalten über einen Landesstudierendenbeirat eine Stimme und Gewicht.Die Aufgaben der bayerischen staatlichen Hochschulen werden in Zukunft als Dreiklang von Forschung, Lehre und Transfer neu gefasst. Ihre Verantwortung für die Gesellschaft als Ganzes, für den technischen Fortschritt, für Ökonomie, Ökologie und Künstlerische Kreativität wird betont, der Forschungsauftrag der Hochschulen für angewandte Wissenschaften wird gestärkt.Nachhaltigkeit, die Förderung von Gleichberechtigung und Vielfalt, eine weiter zunehmende Internationalisierung und die Pflege ihrer digitalen Kompetenz werden als weitere Aufgaben der Hochschulen festgeschrieben.

Eine vollständige Übersicht über die Eckpunkte finden Sie hier:

Talente fördern und Wettbewerb stärken: Freistaat bringt umfassende Hochschulreform auf den Weg (bayern.de)

Quelle:stmwk.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.