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Huml: Psychische Belastungen durch Corona ernst nehmen – Bayerns Gesundheitsministerin zum „Welttag der seelischen Gesundheit“: Freistaat investiert in Beratung und Behandlung

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft zum Welttag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober dazu auf, die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für das psychische Wohlergehen ernst zu nehmen. Huml sagte am Freitag: Die Pandemie bringt viele Belastungen mit sich. Deshalb ist es wichtig, auf die seelische Gesundheit zu achten und sich bei Bedarf rechtzeitig fachkundige Unterstützung zu holen.

Die Ministerin fügte hinzu: Das bayerische Gesundheitsministerium fördert gezielt Beratungs- und Behandlungsstrukturen. Außerdem informieren wir unter anderem mit Anzeigen in Zeitungen sowie mit Filmen im Fernsehen und im Internet, was Menschen aktiv für die eigene seelische Gesundheit und die ihrer Mitmenschen tun können. Dies ist Teil der Kampagne Bitte stör mich – Aktiv gegen Depressionen

Huml betonte: Damit wollen wir zeigen: Wir lassen niemanden allein! Psychische Erkrankungen dürfen nicht stigmatisiert oder tabuisiert werden, denn dies kann – zusätzlich zur erheblichen Belastung für Betroffene und ihre Angehörigen -verhindern, dass Hilfe in Anspruch genommen wird.

Die Ministerin erläuterte: Es ist mir ein persönliches Anliegen, langfristig in die wohnortnahe psychiatrische Versorgung zu investieren. Der Freistaat hat in den vergangenen 20 Jahren rund eine Milliarde Euro an die Träger psychiatrischer und kinder- und jugendpsychiatrischer Kliniken für notwendige Investitionen gezahlt. Diesen Kurs setzen wir fort. Derzeit sind 24 Bauprojekte, mit einem Gesamtvolumen von rund 480 Millionen Euro fest zur Finanzierung aus dem Krankenhausförderetat eingeplant. Das sind Investitionen in die Zukunft, die die Qualität der Versorgung für psychisch erkrankte Menschen weiter verbessern.

Huml betonte: Wir haben dabei schon viel erreicht. In den vergangenen zehn Jahren haben wir die Zahl der Standorte zur Versorgung von psychisch kranken Patienten von 52 auf 69 erhöht. Dadurch konnten wir rund 13 Prozent mehr Betten (6.409 im Jahr 2010 im Vergleich zu 7.267 Ende 2019) schaffen. Die tagesklinischen Plätze haben wir mehr als verdoppelt (698 im Jahr 2010 im Vergleich zu 1.422 Ende 2019).

Von zentraler Bedeutung ist zudem der landesweite Aufbau von Krisendiensten. Huml erklärte: Es handelt sich um ein niederschwelliges Angebot, das den Menschen rasch und wirksam Unterstützung in psychischen Notlagen bieten soll. Bislang gibt es dieses Angebot bereits in den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken. Ab Juli 2021 sollen die Krisendienste bayernweit und rund um die Uhr erreichbar sein.

In jedem Bezirk besteht der Krisendienst aus einer Leitstelle sowie mobilen Einsatzteams. Für den Aufbau und Betrieb der Leitstellen sind im aktuellen Doppelhaushalt mehr als 18 Millionen Euro vorgesehen. Die bayerischen Bezirke finanzieren die mobilen Teams. Grundlage ist das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz.

Nach Schätzungen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit leiden in Bayern rund 2,8 Millionen Menschen in der Altersgruppe der 18- bis 79-Jährigen im Laufe eines Jahres an einer klinisch relevanten psychischen Störung. Depression zählt mit rund eine Million betroffenen Erwachsenen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

 

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu den Krisendiensten Mittelfranken und Oberbayern finden Sie unter: www.krisendienst-mittelfranken.de; www.krisendienst-psychiatrie.de

Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Psychotherapeuten oder Fachärzten bieten sowohl die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns als auch die Bayerische Psychotherapeutenkammer. So können Sie beispielsweise auf den Internetseiten beider Institutionen gezielt nach Angeboten in Ihrer Nähe suchen (https://www.kvb.de bzw. https://www.ptk-bayern.de). Sozialpsychiatrische Dienste in Ihrer Region bieten ebenfalls Beratung und Hilfe für Betroffene und Angehörige an.

Telefonische Beratung bieten auch die TelefonSeelsorge® (0800 1110111 und 0800 1110222) oder die Nummer gegen Kummer e. V. (Kinder- und Jugendtelefon: 0800 116111. Elterntelefon: 0800 1110550).

Weitere Informationen zu der Kampagne Bitte stör mich – Aktiv gegen Depressionen finden Sie unter: https://www.bitte-stoer-mich.de/

Quelle: stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.