Berlin:

Mehr Tierwohl in den Ställen
Bundesministerin Julia Klöckner treibt Umbau der Tierhaltung in Deutschland voran – Agrarministerkonferenz unterstützt Vorhaben, Länderminister stellen sich hinter Empfehlungen der Borchert-Kommission

Bei der heutigen Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin haben sich die Bundesländer hinter das Vorhaben der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, gestellt, die Tierhaltung in Deutschland tierwohlgerecht umzubauen. Mehr Platz im Stall, mehr Auslauf, Tageslicht und Frischluft – das kostet Geld, und dafür brauchen die Tierhalter einen verlässlichen Finanzierungspfad. Die Bundesministerin hatte dafür die so genannte Borchert-Kommission eingesetzt. Diese hat weitere Schritte im Auftrag des Bundesministeriums erarbeitet, wann welche Tierwohlstandards erreicht werden sollen und berechnet, wieviel ein Mehr an Tierwohl kostet. Die Empfehlungen wurden auf der heutigen Konferenz persönlich von Jochen Borchert vorgestellt.

Nachdem der Deutsche Bundestag mit einem Antrag diese Vorschläge unterstützt hatte, gab es nun auch die Rückendeckung der Länder für das Vorgehen von Bundesministerin Julia Klöckner: In einem einstimmigen Beschluss hat die Sonder-AMK für die Empfehlungen gestimmt.

Dazu Bundesministerin Julia Klöckner: „Bessere Bedingungen in der Tierhaltung, mehr Platz und Beschäftigung im Stall – Tierwohl muss uns etwas wert sein. Und Tierhalter müssen von ihrer Arbeit leben können. Wir brauchen deshalb einen Pakt vom Stall bis auf den Teller, der politisch und gesellschaftlich breit getragen wird. Denn der Umbau ist ein milliardenschweres und langfristiges Projekt, bei dem unsere Landwirte Planungssicherheit brauchen – über Legislaturperioden hinaus. Dass auch die Länder unseren Weg unterstützen, ist deshalb ein wichtiges Signal. Und wir lassen keine Zeit verstreichen und beginnen jetzt. Die Länderminister haben uns eine breite Unterstützung mitgegeben für die Machbarkeitsstudie, die wir erstellt haben und nun ausschreiben. Bei der nächsten Frühjahrs-Agrarministerkonferenz werde ich die Ergebnisse vorstellen.“

Bereits ergriffene Maßnahmen des Bundeslandwirtschaftsministeriums:
• Umbau der Ställe: Die Bundesministerin hat erreicht, dass im Konjunkturprogramm der Bundesregierung 300 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die in 2020 und 2021 in Tierwohlställe investiert werden können
• Änderung des Baurechts: Stallumbauten, die für mehr Platz und bessere Bedingungen sorgen, sollen für die Landwirte zukünftig ohne großen Aufwand umsetzbar sein, damit ein Mehr an Tierwohl nicht an bürokratischen Hürden scheitert.
• Das Gesetz zum dreistufigen staatlichen Tierwohlkennzeichen wurde vorgelegt, vom Bundeskabinett beschlossen und bei der EU notifiziert.
• Kriterien für die Haltung von Schweinen wurden bereits erarbeitet, weitere Nutztierarten werden folgen, die Arbeitsgruppen für die Tierwohlkriterien bei Rind und Geflügel tagen.
• Ein großer Meilenstein: Zu den verschiedenen Finanzierungsoptionen der Borchert-Kommission wird eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben. Diese Ausschreibung ist kurz vor der Fertigstellung. Sie soll die möglichen Instrumente und die damit zusammenhängenden ergebenden Rechtsfragen noch weiter beleuchten.

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.