München:

Glauber: Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität
Offizieller Startschuss für Bayerische Prüfstelle für Schutzgüter

Mit der neuen „Bayerischen Prüfstelle für Schutzgüter“ (BayPfS) startet eine deutschlandweit einmalige Einrichtung in München heute offiziell ihren Betrieb. Von der Arbeit der neu eingerichteten Prüfstelle machte sich Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber persönlich ein Bild: „Für uns gilt: Lernen aus der Pandemie. Wir müssen jetzt die richtigen Schlüsse ziehen. Die ‚Bayerische Prüfstelle für Schutzgüter‘ ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie. Die Prüfung von Schutzgütern soll in Bayern auf Hochtouren laufen. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Jetzt geht es um Marktbereinigung. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass die Schutzgüter auf dem Markt auch funktionieren. Schwarzen Schafen muss das Handwerk gelegt werden.“ Mit der neuen Prüfstelle baut der Freistaat die eigenen Prüfkapazitäten kontinuierlich aus. Dies ermöglicht eine schnelle und sichere Überprüfung von auf dem Markt befindlichen Schutzausrüstungen wie beispielsweise Schutzmasken oder Handschuhen.

Die neue Prüfstelle wird schrittweise aufgebaut. Zunächst werden Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 überprüft, die in großer Zahl auf dem freien Markt erhältlich sind. Die Schutzmasken werden von der Bayerischen Gewerbeaufsicht bei Kontrollen vor Ort eingezogen und in dem neuen Labor der BayPfS auf ihre Tauglichkeit geprüft. Insbesondere die Filterleistung der Masken wird in den Blick genommen. Dazu wurden spezielle Prüfeinrichtungen – wie ein Wärmeschrank, eine künstliche Lunge oder eine Prüfanlage für die Wirksamkeit von Filtermaterialen – angeschafft. Auf Basis der Prüfergebnisse wird die Bayerische Gewerbeaufsicht unsichere Produkte vom Markt nehmen.

Zudem kann die Prüfstelle bei staatlichen Beschaffungen von Schutzgütern auch kurzfristig eine Bewertung der Waren vornehmen. Soweit dabei festgestellt wird, dass eine Maske die Qualitätskriterien der Beschaffung durch den Freistaat nicht erfüllt, werden die Masken für die Verwendung durch den Freistaat gesperrt. Die vorhandenen privaten Prüfstellen sollen durch die BayPfS entlastet werden.

Die BayPfS wurde am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eingerichtet. Der Freistaat stellt für den Aufbau der Einrichtung rund 2,7 Millionen Euro aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie bereit. Rund zehn Fachleute werden an der neu gegründeten Einrichtung in München künftig tätig sein. Sieben Mitarbeiter sind aktuell bereits im Einsatz.

Um den Markt von unsicheren, unwirksamen oder ungeprüften Schutzgütern zu bereinigen, hat das Verbraucherschutzministerium zudem die Kampagne „ProduktCHECK Corona“ ins Leben gerufen. Von den Gewerbeaufsichtsämtern werden dabei unsichere Produkte aus dem Handel entfernt. Der Fokus der bayernweiten Kampagne liegt aktuell auf Desinfektionsmitteln. Bei Händlern vor Ort werden die Kennzeichnung und Verpackung der Produkte überprüft. Erfüllen die Desinfektionsmittel die rechtlichen Standards nicht, werden sie vom Markt genommen.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.