Berlin:

BMWi-Gutachten: Klimaschutzprogramm bringt Deutschland in Reichweite seines Klimaziels für 2030

Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 wird Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 52
Prozent gegenüber 1990 mindern. Dies ist das Ergebnis einer Abschätzung zur Gesamtminderungswirkung
des Programms, die die Prognos AG als Gutachter im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft
und Energie durchgeführt hat. Ohne Klimaschutzprogramm würde Deutschland demnach seine
Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 nur um 41 Prozent senken können. Die bisher beschlossenen
Maßnahmen reichen somit bereits sehr nahe an das deutsche Klimaziel von mindestens 55 Prozent
Minderung bis 2030 heran.
Bundesminister Peter Altmaier: „Das Gutachten von Prognos zeigt, das Klimaprogramm ist kein
‚Päckchen‘, sondern es ist ein substanzielles Paket. Mit den Maßnahmen des Klimaprogramms können
wir die Emissionsminderung, die wir uns für den Zeitraum von 1990 und bis 2030 vorgenommen haben,
zu 95 Prozent erreichen. Mit der abgeschätzten Emissionsminderung von minus 52 Prozent gegenüber
dem Stand von 1990 liegen wir im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe. Einen maßgeblichen
Beitrag liefert hierfür der Energiesektor.“
Die Bundesregierung hatte beim Beschluss des Klimaschutzprogramms zugesagt, die Klimaschutzwirkung
der Maßnahmen abschätzen zu lassen. Hierzu wurden zwei Gutachten vergeben: eines durch das
Bundesumweltministerium und eines durch das Bundeswirtschaftsministerium.
Kernergebnisse des prognos-Gutachtens:
Das Prognos-Gutachten zeigt, dass die Energiewirtschaft wesentliche Beiträge zur Emissionsminderung
leistet. Im Ergebnis erwartet Prognos, dass die Emissionen der Energiewirtschaft bis 2030 auf 183
Millionen t sinken – im Vergleich zu 1990 ein Rückgang um 61 Prozent, gegenüber 2010 eine
Halbierung. Der von 1990 bis 2030 angestrebte Rückgang der Emissionen wird damit zu gut 97 Prozent
erreicht. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung wird das Ziel (Anteil von 65
Prozent am Bruttostromverbrauch) nach den Abschätzungen von Prognos nur knapp verfehlt (63
Prozent).


Auch der Industriesektor ist auf Zielkurs. Im Prognos-Gutachten werden hier für 2030 Emissionen
i.H.v. 143 Millionen t erwartet und damit das Ziel (140 Millionen t) nur knapp verfehlt. Bezogen
auf 1990 wird die bis 2030 angestrebte Emissionsminderung zu 98 Prozent erreicht.
Im Gebäudesektor sinken die Emissionen nach dem Gutachten von Prognos auf 78 Millionen t, hier ist
die verbleibende Lücke zum Ziel (70 Millionen t) etwas größer. Im Vergleich zum Basisjahr 1990 ist
dies ein Rückgang um 63 Prozent bzw. ein Zielerreichungsgrad von 94 Prozent.
Im Verkehrssektor sinken die Emissionen auf 125 Millionen t. Gegenüber 2018 ist dies ein Rückgang
um 37 Millionen t bzw. knapp ein Viertel.
Folgende Hinweise zur Methodik des prognos Gutachtens:
Die zukünftige Emissionsentwicklung und die Wirkung der Klimaschutzmaßnahmen sind nur sehr schwer
präzise vorherzusagen. Die Szenarioanalyse von Prognos basiert auf plausiblen Annahmen und
berücksichtigt bisherige Entwicklungen; sie kann als eine bestmögliche Annäherung an die zukünftige
Entwicklung verstanden werden.
Die Studie finden Sie hier.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200312-bmwi-gutachten-klimaschutzprogramm-bringt-deutschland-in-reichweite-seines-klimaziels-fuer-2030.html

Quelle:bmwi.bund.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.