Berlin:

Gut integriert in den mecklenburgischen Arbeitsmarkt
Bundeswirtschaftsministerium und Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) besuchen den
Regionalbotschafter des NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern

In Ostdeutschland können 45 Prozent der Unternehmen ihre offenen Stellen kaum noch besetzen. Das
geht aus dem kürzlich vorgelegten DIHK-Fachkräftereport 2020 hervor.
DIHK-Präsident Eric Schweitzer findet: „Fachkräfteengpässe bleiben weiterhin eine große
Herausforderung für die deutschen Unternehmen. Umso wichtiger ist es, Zuflucht suchende Menschen
praxisnah auszubilden und in die betriebliche Arbeitswelt zu integrieren. Für die Unternehmen ist
deshalb jetzt die richtige Zeit, mit passenden innerbetrieblichen Strukturen das Ankommen zu
erleichtern. Damit nicht jeder das Rad neu erfinden muss, ist es wichtig, dass sich die Betriebe
gemeinsam über gute Lösungen austauschen. Das Ressort Fleesensee Schlosshotel ist dafür ein sehr
guter Ansprechpartner – nicht nur für die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern.“
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt dazu: „Die Arbeitsmarkintegration von Menschen mit
Fluchthintergrund hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen. Ein Grund ist, dass
deutlich mehr in Sprach- und andere Integrationsprogramme investiert wurde. Aber ganz entscheidend
sind auch das fortwährende Engagement der Unternehmen und ihre positiven Erfahrungen bei der
Beschäftigung Geflüchteter. Der hohe persönliche Einsatz gerade kleiner und mittelständischer
Unternehmen bei der Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen ist enorm. Ich freue mich sehr,
dass das SCHLOSS Fleesensee seinen Erfahrungsschatz in das NETZWERK Unternehmen integrieren
Flüchtlinge trägt.“


Praxistipps vom Fleesensee
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge
Betriebe aus den jeweiligen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel
„Regionalbotschafter“ tragen. Für Mecklenburg-Vorpommern ist das Christian Schröder, Personalleiter
des zur 12.18. Unternehmensgruppe gehörenden Hotel- und Sportresorts Fleesensee. Bereits seit drei
Jahren ist das Hotel im Bereich Integration aktiv. 17 Nationen finden sich mittlerweile unter den
knapp 490 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter auch 8 mit Fluchthintergrund.
Christian Schröder wünscht sich, dass es perspektivisch einfacher wird, ausländische Fachkräfte
einzustellen und dass die Menschen in der Region sich dafür öffnen: „Die Hotellerie lebt von ihrer
Weltoffenheit und der Bereitschaft, auch neue Wege auszuprobieren. Anfangs mussten wir einige
Hürden überwinden: Auf der einen Seite komplizierte Bürokratie, mangelnde Mobilität und lückenhafte
Sprachkenntnisse der Geflüchteten. Auf der anderen Seite die teils fehlende Akzeptanz in der Beleg-
aber auch Kundschaft. Doch auch wenn der Aufwand manchmal etwas größer ist: Es lohnt sich!“
Ausländische Auszubildende in Mecklenburg-Vorpommern
In den drei Kammerbezirken Schwerin, Rostock und Neubrandenburg absolvieren aktuell 857 junge
Menschen mit Migrationshintergrund eine Ausbildung. Mehr als jedes zehnte Unternehmen (12 Prozent)
gab in der jüngsten IHK-Ausbildungsumfrage für Mecklenburg-Vorpommern an, junge Migrantinnen und
Migranten oder Geflüchtete auszubilden. Vor 2 Jahren waren es noch rund 5 Prozent. Weitere 10
Prozent planen in den kommenden zwei Jahren Geflüchtete auszubilden.
Ellen Grull, Leiterin des Bereichs Aus- und Weiterbildung in der IHK-Neubrandenburg für das
östliche Mecklenburg-Vorpommern, sieht in dieser Entwicklung eine Chance: „Mittlerweile werden
junge Menschen aus 34 unterschiedlichen Nationen in der IHK-Region ausgebildet; viele von ihnen in
der Hotellerie und Gastronomie. Im Zuge des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes möchten in den nächsten
Jahren noch viele weitere Unternehmen ausländische Auszubildende und Arbeitnehmer in ihre
Unternehmen integrieren. Umso wertvoller ist es, wenn sie hier auf Erfahrungswerte anderer, wie zum
Beispiel des Schlosshotels Fleesensee, zurückgreifen können.“
Weitere Informationen
Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge wurde 2016 als gemeinsame Initiative des Deutschen
Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
gegründet. Mit seinen mehr als 2.400 Mitgliedern ist es deutschlandweit der größte Zusammenschluss
von Unternehmen, die sich für die Beschäftigung von Geflüchteten engagieren. Die Angebote des
NETZWERKs von Beratung und Informationsmaterialien über Webinare bis hin zu Workshops und
Veranstaltungen sind wie die Mitgliedschaft kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter
www.nuif.de.
Unter folgendem Link können Sie Bilder für journalistisch-redaktionelle Zwecke herunterladen:
www.nuif.de/pressegespraech-fleesensee

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200227-gut-integriert-in-den-mecklenburgischen-arbeitsmarkt.html

Quelle:bmwi.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.