München:

Huml: Im neuen Jahr Vorsorgeuntersuchung einplanen – Bayerns Gesundheitsministerin ruft zu Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen auf

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, im neuen Jahr Vorsorge- und Früherkennungsangebote der gesetzlichen Krankenkassen wahrzunehmen. Huml betonte am Freitag: „Vorsorge-Untersuchungen sollten nicht aus Angst vor einer schlechten Nachricht gemieden werden. Denn viele Krankheiten – selbst einige Krebsarten – sind heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Unser Bayerischer Präventionsbericht, den wir 2019 vorgestellt haben, zeigt, dass Angebote der Vorsorge und Früherkennung je nach Altersgruppe unterschiedlich wahrgenommen werden. Mein Ziel ist es, insgesamt mehr Menschen zur Wahrnehmung der Vorsorge- und Früherkennungsangebote zu bewegen.“

Die Ministerin hob hervor: „Bei den Vorsorgeuntersuchungen des Kindesalters, den sogenannten ‚U-Untersuchungen‘, werden bereits ganz hervorragende Teilnahmequoten erreicht – durchschnittlich sind es rund 97 % aller Kinder, deren Eltern zuverlässig dafür sorgen, dass ihre Kleinen zur ‚U‘ kommen. Dagegen besteht bei der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 im Alter von 12 bis 14 Jahren noch Steigerungsbedarf.“ Landesweit hatten im Jahr 2015 nur 42 % der Jugendlichen daran teilgenommen. Einer Studie des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zufolge ist die mangelnde Bekanntheit der J1-Untersuchung der häufigste Grund für eine Nicht-Teilnahme. Vor diesem Hintergrund förderte das bayerische Gesundheitsministerium eine Kampagne zur J1 mit altersgerechten Informationsmaterialen (www.j1-untersuchung.de) – mit Erfolg, die Teilnahmerate konnte im Modellprojekt um bis zu 16 % gesteigert werden. Inzwischen wird der Flyer „Dein Ticket zur J1“ bayernweit im Rahmen der Impfbuchdurchsicht in den 6. Klassen durch die Gesundheitsämter verteilt.

Huml ergänzte: „Steigerungsbedarf sehe ich auch bei den Vorsorgeuntersuchungen im Erwachsenenalter, etwa beim Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs. Daran nahmen in Bayern im Jahr 2016 nur 44 % der anspruchsberechtigten Frauen teil. Die Darmkrebsfrüherkennung nehmen sogar bundesweit nur ca. 17 % der anspruchsberechtigten Männer und Frauen wahr.“

Die Ministerin verwies auf weitere Vorsorgemöglichkeiten: „Im Gesundheits-Check-up für Erwachsene werden wichtige gesundheitliche Risiken und Belastungen erfasst und auch der Impfstatus überprüft, um Erkrankungen rechtzeitig vorzubeugen. Dafür wurde der bisherige „Check-up 35″ weiterentwickelt und die mit der Untersuchung verbundene Beratung verstärkt. Ich hoffe, dass der weiterentwickelte Check-up nun von mehr Männern und Frauen als bisher wahrgenommen wird. Zuletzt (2016) war es deutschlandweit nur ein Viertel der Anspruchsberechtigten.“

Versicherte ab 35 Jahren können den Check-up 35 nun alle drei Jahre in Anspruch nehmen. Zusätzlich kann der Check-up 35 einmalig im Alter von 18 bis 34 Jahren genutzt werden. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Ist es medizinisch angezeigt, stellen Ärztinnen und Ärzte eine individuelle Präventionsempfehlung für Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention aus, z.B. zur Bewegung oder zur Förderung einer gesunden Ernährung. Dabei verweisen sie an die Krankenkassen, die über geprüfte und anerkannte Präventionsangebote informieren und unter bestimmten Voraussetzungen auch einen Teil der Kurskosten übernehmen können.

Quelle:stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.