Berlin:

Huml: Hospiz- und Palliativversorgung im Freistaat wird 2020 weiter ausgebaut – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Schwerstkranke Menschen müssen möglichst wohnortnah betreut werden

Die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in Bayern wird im kommenden Jahr weiter ausgebaut. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Montag hingewiesen. Huml betonte: „Wer das Ende des Lebens vor Augen hat, braucht eine einfühlsame und medizinisch hochwertige Versorgung – am besten vor Ort.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Der bedarfsgerechte Ausbau der Strukturen in den Städten und ländlichen Regionen ist mir sehr wichtig. Wir werden deshalb den Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote auch in den kommenden Jahren kräftig unterstützen. Unser Ziel ist es, die Angebote langfristig zu verdoppeln. Hierbei befinden wir uns auf einem guten Weg.“

Die Ministerin erläuterte: „Im Jahr 2019 sind in Bayern 16 neue stationäre Hospizplätze entstanden. Außerdem kamen 6 Palliativbetten sowie 5 palliativmedizinische Dienste hinzu.“

Huml ergänzte: „So haben wir erst kürzlich einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro für den Bau des stationären Hospizes in Bernau bewilligt. Im Chiemseehospiz, das bereits gebaut wird, sollen bis Herbst 2020 10 stationäre Hospizplätze entstehen. Darüber hinaus wird das palliativmedizinische Angebot für die Menschen in Mittelfranken und Niederbayern ausgeweitet. So wurde die Palliativstation am Klinikum Ansbach zum 1. Dezember 2019 um zwei Betten auf insgesamt zehn Betten erweitert. Zusätzlich entstanden zwei neue palliativmedizinische Dienste am Klinikum Nürnberg Nord sowie an der ARBERLANDKlinik Viechtach.“

Huml unterstrich: „Schwerstkranke Menschen müssen wissen, dass sie in ihren letzten Tagen nicht alleine gelassen werden und bis zuletzt eine bestmögliche Betreuung erhalten. Deshalb fördern wir die Schaffung qualitativ hochwertiger Versorgungsangebote, um die Menschen möglichst wohnortnah zu betreuen. Im Doppelhaushalt 2019/2020 stehen für den Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote jährlich über 2,1 Millionen Euro zur Verfügung – und damit insgesamt 1,2 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.“

Derzeit gibt es in Bayern an insgesamt 112 Krankenhäusern stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. So verfügen 51 Kliniken über eine Palliativstation mit insgesamt 480 Palliativbetten und es gibt bayernweit mittlerweile 72 palliativmedizinische Dienste. Außerdem gibt es in Bayern 45 Teams zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Erwachsene (SAPV) und sechs Teams für Kinder und Jugendliche (SAPV-KJ).

An 20 Standorten im Freistaat werden mittlerweile 215 stationäre Hospizplätze vorgehalten. Die Ministerin fügte hinzu: „Langfristig ist in den kommenden Jahren eine Erhöhung auf 280 stationäre Hospizplätze vorgesehen. Das stationäre Hospiz in Kempten wird derzeit erweitert. Es wird Anfang 2020 mit 12 Hospizplätzen – also 4 zusätzlichen Hospizplätzen – eröffnet. Das neue Hospiz in Bernau soll 2020 die Versorgung aufnehmen. In Nürnberg wurde Mitte Oktober 2019 ein teilstationäres Tageshospiz mit sechs Plätzen eröffnet. Es ist das erste Angebot dieser Art in Bayern.“

Sie ergänzte: „Das Kinderhospiz in Bad Grönenbach, das für 8 schwerstkranke Kinder und Jugendliche und deren Angehörige Platz bietet, erhält eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 90.000 Euro für die Ausstattung von neuen Therapieräumen. Darüber hinaus wird in Bamberg ein neues Kinder- und Jugendhospizzentrum mit 12 stationären und 4 teilstationären Plätzen entstehen, Dieses Vorhaben fördert das bayerische Gesundheitsministerium mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 8,5 Mio. Euro. Der zukünftige Betreiber des Kinder- und Jugendhospizzentrums hat bereits den Förderantrag gestellt. Mit dem Bau soll im zweiten Quartal 2020 begonnen werden.“

Die Ministerin erläuterte: „Für eine menschliche Gesellschaft sind ehrenamtliche Helfer unverzichtbar. Im Hospiz- und Palliativbereich tragen sie maßgeblich dazu bei, dass sterbende Menschen bis zuletzt in Würde leben können. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung.“

In Bayern gibt es ca. 140 Hospizvereine. Rund 7.000 Ehrenamtliche engagieren sich in der ambulanten Hospizversorgung. Sie begleiten die Betroffenen und ihre Angehörigen und Familien insbesondere zu Hause, in Krankenhäusern oder in stationären Pflegeeinrichtungen.

Quelle:stmgp.bayern.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.