München – Regensburg:

Bayerns Wirtschaftsminister diskutiert mit Akteuren vor Ort bei der Regionalkonferenz zur Flächensparoffensive in Regensburg

Aiwanger: „Sorgsam mit Grund und Boden umgehen, ohne Wirtschaft und Wohnbau abzuwürgen“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger stellte bei der Regionalkonferenz Regensburg die Flächensparoffensive vor. Sorgsamer Umgang mit Flächen ist wichtig, wir dürfen allerdings nicht über das Ziel hinausschießen. Es muss weiterhin möglich sein, Wohngebäude zu errichten und Gewerbeflächen auszuweisen, sonst wird Wohnen unbezahlbar und wir verlieren Arbeitsplätze. Kompakte Siedlungsstrukturen und die Sicherung von Naturräumen sowie von land- und forstwirtschaftlichen Flächen bringen auch Vorteile für Kommunen, Wirtschaft und Bürger. Für 2030 streben wir einen Flächenverbrauch von fünf Hektar pro Tag an, derzeit sind es 10 ha. In den 1990er Jahren waren es aber schon mal über 25 ha. Bayern hatte in den letzten 5 Jahren eine Bevölkerungszunahme von einer halben Million Bürgern unterzubringen. Unter den Flächenverbrauch fallen aber zum Beispiel auch Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Nur rund die Hälfte der verbrauchten Fläche ist auch tatsächlich versiegelt. Die andere Hälfte sind Grünanlagen, Hausgärten, Freiflächen in Baugebieten etc. Diese Richtgröße von 5 ha wird in das Landesplanungsgesetz aufgenommen. Wir verzichten explizit auf eine starre Obergrenze und staatlich zugewiesenen Flächenzertifikaten in Quadratmeter je Kommune, wie es die Grünen fordern. Das wäre das Ende der kommunalen Planungshoheit und würde der Situation vor Ort nicht gerecht. Die Richtgröße stellt den besseren Weg dar, ohne Wohnbau und Wirtschaftswachstum für Gemeinden zu unterbinden so Aiwanger.

Der Minister zeigte auf, was in der kurzen Zeit seit Beginn der Offensive im März 2019 erreicht wurde: „Wir haben bei allen Regierungen Flächensparmanager eingesetzt, die uns und die Kommunen beim Flächensparen beraten und unterstützen. Die Evaluierung des Anbindegebots haben wir schneller als geplant abgeschlossen.“ Von über 260 Planungen, die Ausnahmen vom Anbindegebot vorsahen, waren nur etwa ein Drittel zulässig und damit genehmigungsfähig. Die Ergebnisse belegen die steuernde Wirkung des geltenden Gebots, aber auch die Notwendigkeit, einige der jüngsten Ausnahmen (Gewerbe an Autobahnen, interkommunale Gewerbegebiete, überörtliche Freizeiteinrichtungen) rückgängig zu machen. Daneben zeigen die Ergebnisse der Evaluierung, dass durch die Ausnahme für Logistikunternehmen viel Fläche in nicht angebundener Lage in Anspruch genommen wurde. Diese Ausnahme soll daher zusätzlich geschärft werden.

Anschließend diskutierte Aiwanger mit Akteuren vor Ort und betonte: Nur, wenn alle anpacken, erreichen wir unser Ziel. Wir wollen für das Thema Flächensparen sensibilisieren. Die Ursachen für Flächeninanspruchnahmen und Hemmnisse beim Flächensparen sind vielfältig. Deshalb ist es so wichtig, dass wir miteinander reden und an einem Strang ziehen.

Die Regionalkonferenzen finden in allen Planungsregionen statt. Sie dienen der Sensibilisierung, dem offenen Dialog und der Verbreitung guter Beispiele. Die Konferenz in Regensburg ist die achte Veranstaltung. Eine weitere Regionalkonferenz wird in diesem Jahr noch in Bad Tölz stattfinden.

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.