München:

Glauber: Neuer Amphibien- und Reptilienatlas für Bayern zeigt aktuelle Herausforderungen
Bayerisches Artenschutzzentrum startet 2020

Eine aktuelle Auswertung umfassender Bestandserhebungen zu Amphibien und Reptilien in Bayern zeigt: Sie gehören zu den am stärksten gefährdeten Artengruppen. Der Atlas „Amphibien und Reptilien in Bayern“ gibt dazu auf 800 Seiten detaillierte Einblicke in das zunehmend bedrohte Leben der 20 heimischen Amphibien- und 10 heimischen Reptilienarten. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte heute anlässlich der Vorstellung des Projekts in Augsburg: „Der Atlas ist ein eindrucksvolles Werk und zugleich ein wichtiger Appell: Wir müssen den Artenschwund aufhalten. Amphibien und Reptilien sind Indikatoren für den Zustand unserer Natur. Noch finden sie eine Heimat in Bayerns vielfältigen Lebensräumen. Wir wollen, dass das so bleibt. Das Atlasprojekt ist dafür ein wichtiges Fundament. Rund 4000 Ehrenamtliche aus ganz Bayern haben in zehnjähriger Arbeit Daten und Beobachtungen zusammengetragen. Diese großartige und ausdauernde Gemeinschaftsleistung verdient höchsten Respekt und zeigt: Artenschutz funktioniert nur gemeinsam.“

Ein neues Artenschutzzentrum soll den Schutz der biologischen Vielfalt in Bayern deutlich voranbringen. Glauber: „Wir wollen den Reichtum der bayerischen Flora und Fauna nicht nur bewahren, sondern fördern. Dafür setzen wir das Volksbegehren Plus jetzt zügig um. Mit dem Artenschutzzentrum in Augsburg werden wir zudem den Artenschutz bayernweit auf ein neues Niveau heben. Wissenschaft und Praxis werden im Artenschutzzentrum miteinander verzahnt. Wir wollen Maßnahmen in der Fläche umsetzen, Projekte unterstützen sowie Kooperationen aufbauen und stärken. Der Startschuss für das Artenschutzzentrum soll Anfang 2020 erfolgen.“

Die Amphibien- und Reptilienbestände sind in den letzten Jahrzehnten weltweit zurückgegangen, auch in Bayern. 12 der 20 heimischen Amphibienarten und 9 von 10 heimischen Reptilienarten stehen aktuell auf der Roten Liste gefährdeter Tiere Bayerns. Drei Amphibien- und zwei Reptilienarten gelten als vom Aussterben bedroht. Das Bayerische Umweltministerium fördert seit 1980 insgesamt mehr als 100 umfassende Artenhilfsprogramme mit landesweitem Ansatz. Aktuell laufen Artenhilfsprogramme für fünf Amphibienarten – darunter die Geburtshelferkröte, die Wechselkröte und der Moorfrosch – sowie für die Kreuzotter.

Das Atlasprojekt beruht auf über 200.000 Nachweisen zu mehr als 70.000 Fundorten von Amphibien und Reptilien. Der Atlas beschreibt auf der Grundlage von rund 500 Kartierungen und Gutachten die in Bayern lebenden Arten, ihren Bestand und ihre Entwicklung. Außerdem stellt er über 20 konkrete Praxisbeispiele für die Umsetzung lokaler Projekte vor – etwa zur Neubeschaffung oder Verbesserung von Laichplätzen, zur Gestaltung von Lebensräumen oder der Renaturierung von Mooren und Flüssen.

Der Atlas „Amphibien und Reptilien in Bayern“ wurde herausgegeben vom Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz (LARS), vom BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN), vom Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) und vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU). Initiator des Projekts war der 2015 verstorbene Herpetologe PD Dr. Wolfgang Völkl. Die zentrale Datengrundlage für das Projekt ist die Artenschutzkartierung (ASK), eine seit 1980 beim LfU geführte Datenbank. Die wesentlichen Datenquellen sind Aufzeichnungen ehrenamtlicher Mitarbeiter, Auftragskartierungen, projektbezogene Arbeiten und Studien. Der Bayerische Naturschutzfonds hat das Projekt mit mehr als 160.000 Euro maßgeblich gefördert. Der Atlas ist im Ulmer-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen unter https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/biodiversitaet/index.htm und https://www.lfu.bayern.de/natur/index.htm

Quelle:stmuv.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.