Berlin:

Wertschätzung, Stärkung, Entlastung: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verkündet Eckpunkte
seiner Mittelstandsstrategie

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat heute auf seiner ersten Station seiner dreitägigen
Mittelstandsreise in Hannover die Eckpunkte seiner Mittelstandsstrategie vorgestellt.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hierzu:
„Deutschland ist Mittelstand: 99,5 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler.
Sie erwirtschaften rund 35 Prozent des gesamten Umsatzes, stellen knapp 60 Prozent aller
Arbeitsplätze und über 80 Prozent aller Ausbildungsplätze.


Wir sind daher wie kaum eine andere Volkswirtschaft von einem starken und wertorientierten
Mittelstand geprägt. Ich möchte mit den Eckpunkten meiner Mittelstandsstrategie die starke Stellung
des Mittelstands im nationalen und internationalen Wettbewerb auch in Zukunft sicherstellen. 3
Punkte stehen dabei im Vordergrund: Wertschätzung, Stärkung und Entlastung.
Kernstück meiner Mittelstandsstrategie ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Wir müssen die steuerlichen Belastungen des Mittelstands reduzieren, indem wir den Soli
schrittweise vollständig abschaffen und die Unternehmensbesteuerung auf eingehaltene
Unternehmensgewinne auf 25 Prozent begrenzen, etwa durch eine bessere Berücksichtigung von
reinvestierten Gewinnen. Daneben fordere ich einen „Steuerdeckel“, der die Steuerbelastung von
Personenunternehmen bei maximal 45 Prozent festschreibt. Die Sozialabgaben wollen wir langfristig
unter 40 Prozent halten und die hohen Rücklagen in der Arbeitslosenversicherung für eine
Beitragssenkung nutzen.
Wir werden zügig ein Bürokratieentlastungsgesetz III auf den Weg bringen, das kleine und mittlere
Betriebe um mehr als eine Milliarde Euro entlastet. Weitere Maßnahmen zum Bürokratieabbau etwa bei
der Datenschutzgrundverordnung und der sogenannten A1-Bescheinigung werden wir entschlossen
angehen.“
Darüber hinaus enthalten die Eckpunkte zahlreiche Maßnahmen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen
und den Mittelstand bei Digitalisierung und Innovationen zu unterstützen und für mehr Flexibilität
bei arbeitsrechtlichen Regelungen zu sorgen. Um dem Querschnittscharakter der Mittelstandspolitik
gerecht zu werden, wird der konzertierte Einsatz der gesamten Bundesregierung für den Mittelstand
gefordert. Deshalb soll ein „Staatssekretärsausschuss Mittelstand“ eingerichtet werden, der
Vorhaben aller Ressorts auf ihre Mittelstandsverträglichkeit überprüft.
Die Mittelstandsreise führt Minister Altmaier vom 29. bis zum 31. August 2019 durch Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Dort macht er sich bei kleinen und großen mittelständischen
Unternehmen verschiedenster Branchen ein Bild von den aktuellen Herausforderungen für den
Mittelstand in Deutschland. Außerdem besucht Minister Altmaier das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum
in Hannover, das die Digitalisierung in den praktischen Alltag der Betriebe tragen soll. Mit der
Founders Foundation in Bielefeld sowie dem Spitzencluster „it’s OWL“ – „Intelligente Technische
Systeme Ostwestfalen-Lippe“ – in Bielefeld stehen zwei Netzwerke auf dem Programm, die Forschung,
etablierten Mittelstand und Newcomer zusammenbringen. Ziel sind mehr innovative Gründungen und die
stärkere Anwendung von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz in mittelständischen
Unternehmen.
Weitere Informationen zur Mittelstandsreise und zu den Eckpunkten zur Mittelstandsstrategie finden
Sie hier: www.championsvonhier.de.
Auch auf europäischer Ebene setzt sich das Bundeswirtschaftsministerium für die Interessen des
Mittelstands ein, indem es die neue Europäische Kommission und das Europäische Parlament gemeinsam
mit den anderen EU-Mitgliedstaaten zu einer zukunftsorientierten EU-Mittelstandspolitik aufruft.
Den sog. „Aufruf des Netzwerks der KMU-Botschafter“ finden Sie hier.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2019/20190829-altmaier-verkuendet-eckpunkte-seiner-mittelstandsstrategie.html

Quelle:bmwi.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.