Berlin:

Beispiele vorbildlicher Bürger*innenbeteiligung gesucht

Zweiter Durchgang des Wettbewerbs „Ausgezeichnet“ startet Anfang
September

Ab dem 1. September 2019 suchen das Bundesumweltministerium und das
Umweltbundesamt wieder deutschlandweit nach Beispielen erfolgreicher
Bürger*innenbeteiligung. Der Wettbewerb „Ausgezeichnet! – Wettbewerb
für vorbildliche Bürgerbeteiligung“ richtet sich in diesem Jahr an
Verwaltungen und öffentliche Unternehmen, die Bürger*innenbeteiligung
erfolgreich verstetigt haben. Wettbewerbsbeiträge können bis zum 15.
Oktober 2019 eingereicht werden.

Der Wettbewerb soll dazu beitragen, vorbildhafte Beteiligungsprozesse von
Bürger*innen sichtbar zu machen und die Qualität politischer
Lösungsfindungsprozesse weiter zu steigern. Der Wettbewerb richtet sich an
Verwaltungen und öffentliche Unternehmen, die Bürger*innenbeteiligungen
im Themenbereich des Bundesumweltministeriums institutionalisiert haben und
Beispiele für gelungene partizipative Praxis bieten. Die
Wettbewerbsbeiträge sollen als dauerhafte Prozesse angelegt sein, in denen
Leitbilder erarbeitet, konkrete Maßnahmen zu umweltpolitischen
Problemstellungen formuliert oder Gesetzgebungsverfahren mitgestaltet
werden können. Im letzten Jahr wurde beispielsweise das Ministerium für
Umwelt, Klimaschutz und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg
für seine Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung am integrierten
Energie- und Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg (IEKK) ausgezeichnet.
Ein weiteres Beispiel ist die Stadt Gunzenhausen, die sich in einem
Bürgerbeteiligungsverfahren dazu entschied, die Altmühl wieder in ihr
ursprüngliches Flussbett zu verlegen, um eine für alle Bewohner*innen
akzeptable Lösung für den Hochwasserschutz zu finden. Dadurch wurde
gleichzeitig ein naturnaher Erholungs- und Freizeitraum geschaffen.

Unterschieden nach Akteursgruppen gliedert sich der Wettbewerb in die drei
Kategorien „Verwaltung“ „öffentliche Unternehmen“ und
„Bürgerinnen und Bürger“. Wettbewerbsbeiträge können bis zum 15.
Oktober 2019 eingereicht werden.

Die Einreichungen werden von einer interdisziplinären Jury in zwei
Auswahlrunden bewertet, die sich aus Expert*innen,, Bürger*innen sowie
Pat*innen aus den Gewinner-Projekten des letztjährigen Wettbewerbs
zusammensetzt. Unterstützt wird die Expert*innenenjury von einer
Bürger*innenjury. Bürger*innen sind zudem eingeladen, aus ihrer Sicht
vorbildliche Bürgerbeteiligungsprozesse für die Teilnahme am Wettbewerb
zu nominieren.

Zusätzlich zu den drei genannten Kategorien kann die Jury zwei
Sonderpreise in den Kategorien „Innovation“ und „Kooperation“
vergeben. Die Gewinner*innen werden im Februar 2020 im Rahmen einer
hochkarätig besetzten Fachtagung ausgezeichnet werden.

Die Expert*innenjury setzt sich wie folgt zusammen:

• Prof. Dr. Moreen Heine, Universität zu Lübeck

• Prof. Dr. Hans Lietzmann, Bergische Universität Wuppertal

• Prof. Dr. Ines Mergel, Universität Konstanz

• Prof. Dr. Patrizia Nanz, IASS Potsdam

• Prof. Dr. Jens Newig, Leuphana Universität Lüneburg

• Hanns-Jörg Sippel, Stiftung Mitarbeit

• Jörg Sommer, Deutsche Umweltstiftung

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter:
www.vorbildliche-buergerbeteiligung.de

Quelle: bmu.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.