München:

Glauber: Mehr Mehrweg im Handel
Plastikberge abbauen mit neuem Merkblatt für mitgebrachte Behältnisse

Bayern setzt auf Mehrweg statt Einweg: Nach den Coffee-to-go-Bechern nimmt das Bayerische Umweltministerium jetzt auch andere Einweg-Verpackungen ins Visier. Dazu wird das Ministerium eine neue Initiative mit dem Handel ins Leben rufen. Aktuell wurde zudem ein Merkblatt veröffentlicht. Es zeigt, wie im Einzelhandel von Kunden mitgebrachte Behältnisse mit Lebensmitteln sicher und hygienisch befüllt werden können. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: „Die besten Abfälle sind die, die gar nicht erst entstehen. Abfallvermeidung ist ein wesentliches Element einer modernen Kreislaufwirtschaft. Jeder kann selbst etwas gegen den Konsummüll tun. Coffee-to-go im Mehrwegbecher soll selbstverständlich werden. Auch viele andere Lebensmittel können in von Kunden mitgebrachten Mehrwegbehältern eingekauft werden. Mit Partnern aus Wirtschaft, Kommunen und Verbänden arbeiten wir dafür an Lösungen. Ein wichtiger Baustein ist unser neues Merkblatt für den Handel. Es soll dazu beitragen, dass die alltäglichen Mengen an Kunststoffabfällen weiter abgebaut werden.“ Der Ministerrat hat dazu im Januar ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen: Kunststoffe sollen insgesamt reduziert und durch bessere Alternativen ersetzt, unnötige Kunststoff-Abfälle vermieden werden. Eine gemeinsame Initiative mit der Wirtschaft zur Verringerung von Kunststoffeinträgen in die Umwelt ist ein wichtiger Baustein des Maßnahmenpakets.

In der Folge der jüngsten Sitzung des Runden Tisches zur Reduzierung der Einwegbecher mit rund 40 Teilnehmern wurde bereits Ende 2018 beschlossen, im Frühjahr neben den Einwegbechern auch die Verpackungen im Handel sowie das Wegwerfen von Müll in die Umgebung („Littering“) anzugehen. Dafür sollen Konzepte entwickelt und Partner gewonnen werden.

Den Ersatz von Einwegbechern durch Mehrwegbecher haben die Teilnehmer des Runden Tisches – darunter die Deutsche Bahn AG, die Flughafen München GmbH, Tankstellen, Systemgastronomie und der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA – bereits aktiv auf den Weg gebracht: mit eigenen Mehrwegbechern, Kooperationen und Preisnachlässen für Kunden, die keinen Einwegbecher brauchen. Zur Abgabe von Heißgetränken in mitgebrachten Mehrwegbechern hat der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft, der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL), auf Anregung des Runden Tisches eine bundesweit gültige Hygiene-Leitlinie erarbeitet. Das Merkblatt des Umweltministeriums sowie die Hygiene-Leitlinie des BLL enthalten praktische Empfehlungen für die Befüllung mitgebrachter Becher und Gefäße. Beispielsweise wird im Merkblatt des Ministeriums darauf hingewiesen, aus welchen Materialien die Gefäße sein sollten oder wie die Lebensmittelunternehmer für ausreichende Hygiene beim Befüllen sorgen können.

Das Merkblatt des Umweltministeriums gibt es unter www.http://q.bayern.de/ni6t9.

Weitere Informationen unter https://www.bll.de/de/lebensmittel/aktuell/20180308-leitlinie-merkblatt-coffee-to-go-mitgebrachte-becher-veroeffentlicht.

Eine interaktive Bayernkarte mit Betrieben, bei denen Mehrwegbecher nachgefüllt werden können, gibt es unter www.coffeetogo.bayern.de.

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.