Berlin:

Klöckner: „Fortentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe bietet Möglichkeit zur gezielten Strukturpolitik für die ländlichen Räume“
Bundesministerin dankt Sachverständigenrat Ländliche Entwicklung für seine Arbeit, Gremium ist wichtiger Impulsgeber

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat am Abend dem Sachverständigenrat Ländliche Entwicklung (SRLE) für seine Tätigkeit gedankt. Dabei stellte sie die Relevanz des Expertenteams heraus: „Als Mitglieder des Gremiums arbeiten Sie ehrenamtlich, investieren viel Zeit in Ihre Arbeit. Für diesen Einsatz möchte ich mich herzlich bedanken. Ich lege Wert auf Ihre Expertisen und Stellungnahmen, die gute Impulse geben und zugleich einen wesentlichen Beitrag für die politische Debatte darstellen, meinungsbildend sind. Damit schaffen Sie Bewusstsein und sorgen dafür, dass das Thema der ländlichen Entwicklung in der gesellschaftlichen Breite ankommt – das ist richtig und wichtig.“

Denn viele Gemeinden und Kommunen seien in den vergangenen Jahren unter Druck geraten, so Julia Klöckner weiter. „Wenn der Weg zum nächsten Arzt oder Supermarkt immer weiter wird, es keinen Zugang zu schnellem Internet gibt oder eine regelmäßige Zugverbindung fehlt, dann fühlt man sich leicht abgehängt. Ein Deutschland der zwei Geschwindigkeiten darf es aber nicht geben, gleichwertige Lebensverhältnisse sichern Zusammenhalt und sozialen Frieden. Unseren Blick müssen wir deshalb stärker auf die ländlichen Regionen richten und hier passgenau unterstützen. Eine gute Möglichkeit dafür wäre die Erweiterung der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes um eine dritte Säule „Entwicklung ländliche Räume“, um strukturell fördern zu können – das befürwortet auch der Sachverständigenrat. Denn vollkommen zu Recht ist und bleibt eine angemessene Agrarförderung wichtig, aber auch die bäuerlichen Familien leben nicht nur auf ihrem Hof, sondern in einer Region, einem Dorf. Die Enkel gehen in die Kita, der Bus zur Schule muss fahren, alle legen Wert auf eine Grundversorgung. Es wird Zeit, dieses Förderinstrument weiterzuentwickeln, anzupassen an aktuelle Gegebenheiten.“

Hintergrund:
Dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft steht der Sachverständigenrat Ländliche Entwicklung (SRLE) zur Seite. Er zählt zehn Mitglieder, die aufgrund ihrer ehrenamtlichen bzw. beruflichen Tätigkeiten oder Funktion über besondere Erfahrungen mit Blick auf die Entwicklung ländlicher Regionen verfügen. Die Experten begleiten die Politik des BMEL im Bereich der ländlichen Entwicklung und geben Stellungnahmen, Einschätzungen und Empfehlungen ab. Dabei geht es vor allem um Fragen zu folgenden Themen:

* Demografie, Daseinsvorsorge, Soziales und Lebensverhältnisse
* Wirtschaft, Arbeit und Finanzen
* Landnutzung, Umwelt und Erholung

Der Sachverständigenrat Ländliche Entwicklung wurde am 27. Oktober 2015 errichtet und trat am 12. Januar 2016 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Nach Ablauf der dreijährigen Berufungsperiode hat Bundesministerin Klöckner Ende 2018 den 2. Rat berufen; seine Arbeitsperiode erstreckt sich ebenfalls auf drei Jahre.

Mitglieder des 2. SRLE (2018-2021):
1. Petra Bentkämper, Präsidiumsmitglied, Deutscher LandFrauenverband e. V.
2. Timm Fuchs, Beigeordneter, Deutscher Städte- und Gemeindebund e. V. (DStGB)
3. Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin, Tourismusnetzwerk Thüringen
4. Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, Geschäftsführendes Präsidialmitglied, DeutscherLandkreistag e. V. (DLT)
5. Christina Kretzschmar, Geschäftsführerin, Deutscher Verband für Landschaftspflege, DVL-Landesverband Sachsen e. V.
6. Prof. Dr. Claudia Neu, Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume, Georg-August-Universität Göttingen
7. Dr. rer. Pol. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin Handwerkskammer Niedersachsen
8. Sarah Schulte-Döinghaus, Bundesvorsitzende, Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB)
9. Prof. Dr. Peter Weingarten, Institutsleiter Thünen-Institut für Ländliche Räume
10. Hubertus Winterberg, Geschäftsführer, Südwestfalen Agentur GmbH

Scheidende Mitglieder des 1. SRLE:
1. Dr. Helga Breuninger, Helga Breuninger Stiftung GmbH
2. Matthias Daun, Junglandwirt
3. Friedhelm Dornseifer, Präsident Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandwerks
4. Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführung Deutscher Tourismusverband e.V.
5. Heidi Kluth, Präsidentin Bundesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk
6. Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund
7. Brigitte Scherb, Präsidentin Deutscher LandFrauenverband

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.