Berlin:

Klöckner und Müller: „Verbesserung der Lebensbedingungen für Kakaobauern ist unser gemeinsames Ziel“

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller haben heute auf der Internationalen Grünen Woche einen 10-Punkte-Plan für nachhaltigen Kakao vorgestellt. Damit verstärken und konkretisieren sie die Anstrengungen der Bundesregierung, dass langfristig 100 Prozent der in Deutschland verkauften kakaohaltigen Endprodukte aus nachhaltigem Anbau stammen sollen.

Bundesministerin Klöckner: „Mit dem 10-Punkte-Plan setzen wir ein starkes Signal und gehen die Probleme im Kakaoanbau an. Wir treten ein für Waldschutz und -erhalt, auch die Rolle der Frauen im Kakaoanbau wollen wir stärken. Ziel ist, die Lebensumstände der Kakaobauern und ihrer Familien zu verbessern. Konkret fördern wir zum Bespiel das Projekt „Pro Planteurs“ mit über 300.000 Euro, das Bauern und speziell Bäuerinnen in nachhaltiger Kakaoerzeugung schult und so vor Ort Perspektiven schafft – das hat Modellcharakter.“

Bundesminister Müller: „Schokolade ist die Lieblingssüßigkeit der Deutschen. Aber Schokolade hat immer noch eine bittere Seite: Hungerlöhne, Armut, Kinderarbeit und Abholzung der Regenwälder müssen endlich der Vergangenheit angehören. Zwar haben wir mit dem „Forum Nachhaltiger Kakao“ schon viel erreicht. Rund 60 Prozent des Kakaos in Deutschland wird bereits nachhaltig hergestellt. Aber wir müssen endlich zu 100 Prozent kommen. Dafür bündeln BMEL und BMZ jetzt ihre Kräfte mit einem 10-Punkte-Plan.“

Hintergrund:
Über 85 Prozent des Kakaos in Deutschland wird in den westafrikanischen Ländern Nigeria, Ghana und der Elfenbeinküste produziert. In der Elfenbeinküste verdient eine siebenköpfige Bauernfamilie mit der Kakaoernte etwa 170 Euro im Monat. Damit kann sie kaum ihren Lebensunterhalt decken. Die Folgen sind Armut, Hunger und auch Kinderarbeit. 2,3 Millionen Kinder arbeiten allein in Westafrika auf Kakaoplantagen.
Deutschland geht hier mit dem von beiden Bundesministerien initiierten „Forum Nachhaltiger Kakao“ voran. Die deutsche Süßwarenindustrie, der deutsche Lebensmittelhandel, die Zivilgesellschaft und die Bundesregierung engagieren sich gemeinsam für einen nachhaltigen Kakaoanbau. Der Anteil nachhaltig produzierten Kakaos in Deutschland konnte so von fünf Prozent im Jahr 2011 auf mittlerweile rund 60 Prozent gesteigert werden.
Das genügt allerdings noch nicht – deshalb legen BMZ und BMEL jetzt mit dem 10-Punkte-Plan gemeinsame Ziele für einen nachhaltigen Kakaosektor fest. Ziel ist ein faires Einkommen für die Produzentinnen und Produzenten. Nur so kann Armut und damit Kinderarbeit wirksam bekämpft werden. Langfristig sollen 100 Prozent des Kakaos in Deutschland unter fairen Bedingungen produziert und gehandelt werden.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.