Berlin:

Umwelt/Nachhaltigkeit
Bund und Sachsen-Anhalt schließen Vereinbarung zur Übertragung des
Stadtsicherungsprojekts Bitterfeld
Projekt zur bergmännischen Sanierung des ehemaligen Tagebaugebietes
Goitsche weitgestgehend abgeschlossen

Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth hat heute gemeinsmam mit seinem
Kollegen Werner Gatzer (Bundesfinanzministerium) als Vertreter des Bundes
mit dem Land Sachsen-Anhalt eine Vereinbarung zur Ablösung von
Verpflich-tungen im Stadtsicherungsprojekt Bitterfeld unterzeichnet. Das
Projekt zur Sicherung des Stadtgebiets von Bitterfeld vor den Folgen des
Grundwasseranstiegs im Zusammenhang mit der bergmännischen Sanierung des
ehemaligen Tagebaugebietes Goitsche ist weitgehend abgeschlossen.
Erforderliche Restarbeiten können in der Verantwortung des Landes
erfolgen. Bislang haben Bund und Land fast 31 Millionen Euro für das
Projekt bereitgestellt.

Staatssekretär Flasbarth: „Das Stadtsicherungsprojekt ist ein Beispiel
für die konstruk-tive und erfolgreiche Zusammenarbeit von Bund und Land
bei der Bewältigung der Altlasten des Bergbaus und der Chemischen
Industrie. Nachsorgender technischer Umweltschutz reicht heute allerdings
nicht mehr aus. Was wir brauchen, ist vielmehr eine vorausschauende und
ökologisch nachhaltige Umwelt- und Industriepolitik, die negative
Auswirkungen von vornherein vermeidet und die Folgen nicht den nächsten
Generationen überlässt, wie es in der Vergangenheit nur allzu oft getan
wurde.“

Der Bund und das Land Sachsen-Anhalt finanzieren seit 2003 gemeinsam die
notwen-digen Maßnahmen zur Sicherung des Stadtgebiets von Bitterfeld vor
den Folgen des Grundwasserwiederanstiegs infolge der bergmännische
Sanierung des ehemaligen Tagebaugebietes Goitsche. Zu bewältigen war
dabei auch zuströmendes kontaminiertes Grundwasser aus einem westlich des
Stadtgebiets gelegenen ehemaligen Chemiestandortes. Grundlage für die
Finanzierung bildete eine Vereinbarung zwischen dem Land, der
Landesanstalt für Altlastenfreistellung, der Stadt Bitterfeld und der
Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV).
Bislang haben Bund und Land fast 31 Millionen Euro für das Projekt
bereitgestellt.

Fünfzehn Jahre nach beginn der Arbeiten ist das Projekt weitestgehend
abgeschlossen.
Aufgrund des guten Projektfortschritts konnte im Jahr 2013 bereits die
Projektträgerschaft von der LMBV auf die landeseigene Mitteldeutsche
Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH übertragen werden. Der
Beitrag des Bundes erfolgte über die LMBV im Rahmen des jeweils geltenden
Verwaltungsabkommen Braunkohlesanierung. Das aktuelle Verwaltungsabkommen
Braunkohlesanierung sieht vor, dass eine Übertragung der Verpflichtungen
und Vermögenswerte der LMBV auf vom Bund unabhängige Strukturen
angestrebt wird. Die nunmehr erfolgte Übertragung des
Stadtsicherungsprojekt Bitterfeld hat insoweit Pilotcharakter. Die
erforderlichen Restarbeiten erfolgen in Verantwortung des Landes.

Quelle: bmu.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.