Berlin:

Generalversammlung des Forums Nachhaltiges Palmöl
Parlamentarischer Staatssekretär Michael Stübgen: „Ziel ist 100 Prozent nachhaltig erzeugtes Palmöl“

Anlässlich der Generalversammlung des Forums Nachhaltiges Palmöl (FONAP) und der Veröffentlichung der Studie „Der Palmölmarkt in Deutschland 2017“ von Meo Carbon Solutions im Auftrag des FONAP heute in Berlin, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Michael Stübgen:
„Wir setzen uns hierzulande, aber auch auf EU-Ebene dafür ein, dass agrarische Rohstoffe wie Palmöl nachhaltig erzeugt werden. Unser Bedarf an dem wertvollen Pflanzenöl darf nicht dazu führen, dass kostbare Naturwaldflächen abgeholzt werden, Brandrodungen verheerende Waldbrände auslösen oder Landrechte indigener und anderer Bevölkerungsgruppen verletzt werden. Als Abnehmer tragen Unternehmen, Politik sowie Verbraucherinnen und Verbraucher Verantwortung für die Art der Gewinnung des Rohstoffes. Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt als Mittel zur Umsetzung dieser Verantwortung auf Multi-Stakeholder-Initiativen und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie, nur nachhaltig zertifizierte Rohstoffe einzusetzen. Außerdem wollen wir gemeinsam mit der EU einen Aktionsplan gegen Entwaldung voranbringen.“

Mit dem Forum Nachhaltiges Palmöl gibt es in Deutschland seit 2013 eine Plattform mit Leuchtturmcharakter, die maßgeblich zum Anstieg des Anteils an zertifiziertem Palmöl in unserem Land beigetragen hat. Bis zur Erreichung des Ziels, also der ausschließliche Nutzung von nachhaltig zertifiziertem Palmöl bis zum Jahr 2020, sind wir allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Die Zahlen der Meo-Studie zeigen deutlich: In einigen Branchen wie z. B. der Futtermittel- und Chemieindustrie liegt der Zertifizierungsanteil von 26 beziehungsweise 27 Prozent noch weit hinter den Erwartungen zurück. Hier erwarten wir ein schnelles Umsteuern. Am Anteil von 85 Prozent in der Lebensmittelbranche erkennt man: Trotz hohem Preisdruck sind Veränderungen zugunsten von Nachhaltigkeit möglich. Das Angebot an zertifiziertem Palmöl übersteigt nach wie vor die Nachfrage. Die Produzenten haben also die Möglichkeit, nachhaltiges Palmöl zu kaufen!

Im August 2018 hat das Bundeslandwirtschaftsministerium für das Forum eine dritte Förderphase bis Ende 2021 in Höhe von 1,5 Millionen Euro bewilligt. Damit erhält das Forum neue Schlagkraft. So kann es sich neuen Themenfeldern, wie z. B. der Erarbeitung von Empfehlungen für Unternehmen zur Vermeidung von menschenrechtlichen Risiken in der Palmöl-Lieferkette widmen. Wir wollen aber auch den Dialog mit Produzentenländern wie z. B. Indonesien weiter ausbauen.

Um seine Ziele noch wirkungsvoller und schneller erreichen zu können, benötigt das FONAP mehr Mitglieder. Ich appelliere deshalb an alle Unternehmen – unabhängig von Größe, Industriezweig und Zertifizierungsgrad: Werdet Mitglied im FONAP! Nur gemeinsam werden wir es schaffen, das Ziel von 100 Prozent zertifiziertem Palmöl in Deutschland bis 2020 zu erreichen.“

Hintergrund:
Das seit 2013 existierende Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist ein Zusammenschluss von derzeit 54 Unternehmen, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen, die sich dafür einsetzen, den Anteil nachhaltig erzeugten Palmöls in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 100 Prozent zu steigern und gleichzeitig existierende Standards und Zertifizierungen zu verbessern.

Die Studie „Der Palmölmarkt in Deutschland 2017“ der Firma Meo Carbon Solutions im Auftrag des BMEL ist unter https://www.forumpalmoel.org/unser-service/download#studien<https://www.forumpalmoel.org/unser-service/download> abrufbar.

Mit der Förderung des FONAP knüpft das Bundeslandwirtschaftsministerium an den Koalitionsvertrag an. Darin haben sich die Regierungsparteien dazu bekannt, Initiativen für nachhaltige, entwaldungsfreie Lieferketten von Agrarrohstoffen (z. B. Palmöl, Kakao und Soja) zu unterstützen sowie den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (www.bmel.de/nap<http://www.bmel.de/nap>) konsequent umzusetzen.

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.