München:

Huml wirbt für stärkeren Erfahrungsaustausch zwischen wissenschaftlichen Disziplinen – Bayerns Gesundheitsministerin anlässlich der Generalversammlung der Görres-Gesellschaft in Bamberg – Strikte Absage an aktive Sterbehilfe

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt für einen stärkeren Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Huml betonte anlässlich der Generalversammlung der Görres-Gesellschaft am Sonntag in Bamberg: „Uns darf der Blick für das große Ganze nicht verloren gehen. Zwar hat die wissenschaftliche Spezialisierung viele Erkenntnisse gebracht, die mit einer generalistischen Herangehensweise wohl kaum möglich gewesen wären. Aber das Spezialistentum darf nicht dazu führen, dass wir es versäumen, über den Tellerrand hinaus zu schauen.“

Die Ministerin fügte hinzu: „In der medizinischen Behandlung heißt das, nicht nur das einzelne Symptom zu sehen, sondern den Menschen als ganzheitliches Wesen in seinem psychosozialen Umfeld. Patienten möchten als Menschen wahrgenommen werden. Gerade unsere Hausärzte sind hierfür zu stärken. Deshalb haben wir in den Koalitionsverhandlungen im Bund darauf gedrungen, die Zeit für Arzt-Patienten-Gespräche besser zu entlohnen – und dies auch durchgesetzt.“

Huml unterstrich: „Eine ganzheitliche Betrachtungsweise wünsche ich mir auch beim Umgang mit dem Thema Leben und Tod – ganzheitlich in dem Sinne, dass auch der Tod Teil unseres Lebens ist. Das Thema Hospiz- und Palliativmedizin liegt mir besonders am Herzen. Eng mit diesem Thema verbunden ist die Diskussion um Sterbehilfe. Nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines anderen sterben – das war seit jeher nicht nur die Haltung der Bayerischen Staatsregierung, sondern ist als Christin auch meine ganz persönliche Überzeugung.“

Die Ministerin ergänzte: „Aus vielen Gesprächen habe ich mitgenommen, dass der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe oftmals in den Hintergrund tritt, wenn Menschen die Gewissheit haben, am Ende des Lebens keine Schmerzen zu haben und nicht alleine zu sein. Aktive Sterbehilfe ist nach meiner Überzeugung keine Alternative. Möchten wir wirklich dahin kommen, dass sich Menschen gegen Ende ihres Lebens unter Druck gesetzt fühlen, der Gesellschaft nicht zur Last zur fallen? Für mich wäre das nicht weniger als eine Bankrott-Erklärung unserer Gesellschaft!“

Quelle:stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.