München:

Justizminister Bausback stellt neues Projekt „Geldverwaltung statt Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen“ vor: „Bayern baut Angebote aus, damit Verurteilte ihre Ersatzfreiheitsstrafe möglichst nicht antreten müssen / Win-win-Situation für die Verurteilten und für den Justizvollzug!“

Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback stellt heute in München gemeinsam mit dem Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft München I, Hans Kornprobst, und der Leiterin der Münchner Zentralstelle für Straffälligenhilfe, Nicole Lehnert, das neue Projekt „Geldverwaltung statt Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen“ vor. Bausback: „Die Ersatzfreiheitsstrafe ist zwar eine wichtige Komponente in unserem Strafgesetzbuch. Sie trägt wesentlich dazu bei, dass der Staat seinen Strafanspruch durchsetzen kann. Gleichzeitig tun wir in Bayern aber alles dafür, um die Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen zu vermeiden. Denn wir wollen natürlich nicht, dass Betroffene wegen der regelmäßig kurzen Haft ihren Arbeitsplatz oder ihre Wohnung gefährden. Mit dem neuen Projekt bauen wir unser Angebot jetzt weiter aus. Absolviert ein Betroffener das Projekt erfolgreich, dann ist das eine echte Win-win-Situation: Für ihn selbst: Er muss sein familiäres und soziales Umfeld nicht verlassen. Und für den Justizvollzug, denn wir können die frei werdenden Haftplätze in anderen, dringend benötigten Bereichen des Justizvollzuges nutzen. Es ist daher völlig klar: Wenn das Projekt in München erfolgreich erprobt ist, werden wir es ab Mitte nächsten Jahres in ganz Bayern einführen.“

Zielgruppe des Projekts „Geldverwaltung“ sind Menschen, die zu einer Geldstrafe verurteilt worden sind und Einkünfte – insbesondere in Form staatlicher Transferleistungen – beziehen. Diese erhalten die Möglichkeit, ihre Geldstrafe dadurch zu bezahlen, dass sie einen Teil ihrer Einkünfte zweckgebunden an die die Geldverwaltung durchführenden Stellen abtreten – in München die Münchner Zentralstelle für Straffälligenhilfe (MZS). Diese weist dann die Ratenzahlungen an die Landesjustizkasse an. Wird innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Geldstrafe vollständig beglichen, ist die Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe nicht mehr notwendig.

Bausback: „Mit unserem seit langem erfolgreichen Projekt „Schwitzen statt Sitzen“, bei dem wir die Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafe durch gemeinnützige Arbeit der Verurteilten vermeiden wollen, haben wir sehr gute Erfahrung gemacht: So konnten wir in den letzten 13 Jahren insgesamt knapp 1 Million Hafttage vermeiden. An diesen Erfolg wollen wir mit dem neuen Angebot anknüpfen und vor allem die Menschen erreichen, die an dem Projekt „Schwitzen statt Sitzen“ nicht teilnehmen können. Und was das Besondere in Bayern ist: Beide Projekte, „Schwitzen statt Sitzen“ und „Geldverwaltung“, werden aus einer Hand angeboten – in München von der Münchner Zentralstelle für Straffälligenhilfe (MZS). Damit gewährleisten wir effiziente und fundierte Beratung durch eine Vermittlungsstelle und sorgen so auch organisatorisch dafür, dass die Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen bestmöglich vermieden wird.“

Bayerns Justizminister abschließend: „Ich danke allen Beteiligten des Projekts hier in München, allen voran dem Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft München I, Hans Kornprobst, sowie der Leiterin der Münchner Zentralstelle für Straffälligenhilfe Nicole Lehnert. Ohne Ihr großes Engagement und das Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre dieses Projekt so nicht möglich gewesen. Ich wünsche Ihnen und dem Projekt bei seiner täglichen Umsetzung viel Erfolg!“

Quelle: stmj.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.