Brüssel:

EU-Chemikalienpolitik
Schärfere EU-Regeln für Weichmacher in Kunstoffen

Die EU-Kommission schränkt den Einsatz von Kunststoff-Weichmachern in
Spielzeug, Sportgeräten und anderen Alltagsgegenständen weiter ein. Dazu
wurde eine Ausweitung der bestehenden Beschränkungen in der Europäischen
Chemikalien-Verordnung REACH beschlossen. Bestimmte Weichmacher, so
genannte Phthalate, wirken ähnlich wie Hormone und können damit das
menschliche Hormonsystem beeinträchtigen. Verbraucher und
Verbraucherinnen können diese Stoffe und ihre Kombinationen durch
verschiedene Quellen aufnehmen, neben dem Kontakt mit phthalathaltigen
Produkten auch durch das Einatmen von Luft und Staub in Innenräumen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: “Wir müssen bei Weichmachern
immer kritisch hinschauen. Die Stoffe weisen teilweise eindeutige
Gesundheitsrisiken auf. Daher kann ich den Beschluss, den Einsatz
bedeutender Kunststoff-Weichmacher weiter deutlich einzuschränken, nur
begrüßen.“

Gemäß der im REACH-Ausschuss vorgeschlagenen Beschränkung dürfen vier
Phthalate nicht mehr in bestimmten Alltagsprodukten enthalten sein.
Betroffen sind die vier Weichmacher DEHP, DBP, BBP und DIBP. Diese Stoffe
wirken nachgewiesenermaßen auf das Hormonsystem, können die menschliche
Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen und sich schädlich auf die
Entwicklung von Kindern im Mutterleib auswirken.

Der Beschränkungsvorschlag berücksichtigt die Wirkung der Einzelstoffe
und mögliche Wirkungen, die die Stoffe zusammen in verschiedenen
Kombinationen auslösen können.
Der REACH-Ausschuss, in dem alle Mitgliedsstaaten vertreten sind,
unterstützte die von der Kommission vorgeschlagene Maßnahme einstimmig.
Erarbeitet wurde der Vorschlag von Dänemark zusammen mit der
Europäischen Chemikalienagentur ECHA: Das Europäische Parlament und der
Rat haben nun drei Monate Zeit, um die formalen Kriterien der Maßnahme
vor ihrer Annahme durch die Kommission zu prüfen. Die Beschränkung wird
dann im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und gilt 18
Monate nach Inkrafttreten für Produkte des EU-Marktes, unabhängig davon
ob sie innerhalb oder auch außerhalb der EU hergestellt werden.

Weitere Informationen
„REACH“ ist die europäische Verordnung über die Registrierung,
Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Sie trat 2007 in
Kraft und ersetzte den früheren Rechtsrahmen für Chemikalien in der EU,
der in den späten 1960er und den 1970er Jahren eingeführt worden war.
Grundsätzlich gilt REACH für praktisch alle Industriechemikalien.

Quelle: bmu.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.