München:

Huber: Artenschutz ist Generationenaufgabe
Junge Flussperlmuscheln im Bayerischen Wald ausgewildert

Bayern geht die Generationenaufgabe Artenschutz mit großem Nachdruck an. Ein wichtiger Mosaikstein dafür ist der Erhalt der seltenen Flussperlmuschel im Bayerischen Wald. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte heute im Landkreis Passau: „Der Schutz von Arten und Lebensräumen muss unser aller Herzensangelegenheit sein. Ich freue mich sehr, heute die hochsensible Flussperlmuschel in die freie Natur zu bringen. Das ist ein Riesenfortschritt für diese weltweit bedrohte Art und der gerechte Lohn für das ausdauernde Engagement aller Beteiligten. Flussperlmuscheln sind ein wichtiger Indikator für gute Wasserqualität und ein intaktes Ökosystem. Mit großartigen Gemeinschaftsprojekten wie diesem können wir den ökologischen Domino-Effekt des Artenschwundes stoppen.“ Das Schutzprojekt ist Teil des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und wird vom Bund, dem Bayerischen Naturschutzfonds und dem Landkreis Passau finanziert und umgesetzt. Es ist auf sechs Jahre angelegt und umfasst in Bayern insgesamt gut 350 Kilometer Flusslauf. Für eine stabile Population werden in der Muschelzuchtstation Fürstenstein Jungmuscheln gezüchtet. Höhepunkt des Projekts war die heutige Auswilderung junger Flussperlmuscheln in die Kleine Ohe, dem natürlichen Lebensraum der Muscheln.

Das Bayerische Umweltministerium hat ein großes Maßnahmenpaket zum Artenschutz auf den Weg gebracht. Kern ist das neue Bayerische Artenschutzzentrum in Augsburg. 50 Experten sollen dort noch bestehende Wissenslücken schließen und passgenaue Maßnahmen zum Artenerhalt entwickeln und umsetzen. Außerdem wurde der „Blühpakt Bayern“ gestartet. Ein breites Bündnis von Partnern soll mit verschiedenen Ansätzen zum Schutz von Bienen und Insektenarten Bayern wieder zum Blühen bringen. Darüber hinaus wird beispielsweise der Vertragsnaturschutz ausgeweitet und mit zusätzlichen 10 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen unter www.natur.bayern.de und https://www.lfu.bayern.de/natur/fische_muscheln_krebse/muscheln/index.htm

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.