Berlin:

Menschenrechtsbeauftragte Kofler anlässlich des Weltflüchtlingstags

 

Aus Anlass des Weltflüchtlingstags erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, heute (20.06.):
„Immer häufiger zwingen gewaltsame Konflikte, Verfolgung und massive Menschenrechtsverletzungen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Zum Ende des vergangenen Jahres waren nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht; darunter über 25 Millionen Flüchtlinge und 40 Millionen Binnenvertriebene. Dies ist ein neuer, trauriger Rekord. Wenn sich Menschen gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen, benötigen sie verlässlichen internationalen Schutz. Dann benötigen sie häufig auch humanitäre Hilfe, um sich und ihre Familien in Würde und Sicherheit zu versorgen. Die zunehmend schwierigen Bedingungen, denen sich die humanitären Hilfsorganisationen bei der Versorgung von Menschen in Krisengebieten ausgesetzt sehen, sind besorgniserregend. Die Gewährung des uneingeschränkten humanitären Zugangs bleibt eine zentrale Herausforderung für die wir uns immer wieder nachdrücklich einsetzen müssen. Gemeinsam müssen wir die Hilfsorganisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern, unterstützen und jenen Ländern, Kommunen und Regionen beistehen, die besonders viele Flüchtlinge aufnehmen. So begrüße ich es sehr, dass das Auswärtige Amt im vergangenen Jahr seine Beiträge an UNHCR erneut deutlich angehoben hat– auf rund 405 Millionen Euro.  Erst vor einer Woche konnte ich in Athen und auf der griechischen Insel Samos in Aufnahmeeinrichtungen und Hilfsprojekten geflohene Frauen, Männer und Kinder treffen.  Viele von ihnen haben schreckliche Gewalt erfahren müssen, sind geflüchtet vor unerträglichem Leid im Bürgerkriegsland Syrien, viele von ihnen wurden getrennt von ihren Familien. Natürlich muss die Verantwortung für den Schutz von Flüchtlingen und dafür, Flüchtlingen Perspektiven zu bieten, weltweit auf mehr Schultern verteilt werden; dafür setzt sich Deutschland ein. Ich appelliere aber auch weiterhin an den Zusammenhalt in der Europäischen Union und ein Handeln nach den Prinzipien der Verantwortung und der Solidarität.  Deutschland wurde vor wenigen Tagen in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt. Gemeinsam mit der internationalen Staatengemeinschaft wollen wir auch in dieser neuen Rolle unsere Anstrengungen weiter intensivieren, Krisen und Konflikte einzudämmen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies sind ohne Zweifel die wirksamsten Beiträge zur Minderung von Fluchtursachen.“


Hintergrund:
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat das Mandat für den Schutz und die Unterstützung von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen, Asylsuchenden, Staatenlosen und Rückkehrerinnen und Rückkehrern weltweit. UNHCR ist „Hüter“ der Genfer Flüchtlingskonvention, dem wichtigsten internationalen Dokument zum Schutz von Flüchtlingen.
In den letzten fünf Jahren wurde das Budget für die humanitäre Hilfe der Bundesregierung im Ausland mehr als verzehnfacht. Damit ist Deutschland einer der größten humanitären Geber und förderte über das Auswärtige Amt im Jahr 2017 humanitäre Hilfsmaßnahmen in Höhe von rd. 1,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig setzt sich Deutschland international für Innovationen und eine Stärkung des humanitären Systems ein. Daneben hat das Auswärtige Amt gemeinsam mit den Mittlern und Partnern der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik die Kulturarbeit in Krisenregionen deutlich ausgebaut.

Quelle: auswaertiges-amt.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.