München:

Pflegeministerin Huml verleiht zum dritten Mal den Bayerischen Demenzpreis – 1. Preis geht an Evangelisches Seniorenheim Neumühle in Bad Windsheim – Weitere Projekte in Oberbayern und Oberfranken ausgezeichnet

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat zum dritten Mal herausragende Projekte mit dem Bayerischen Demenzpreis ausgezeichnet. Der 1. Preis ging an das Projekt „Begegnung der Generationen“ des Evangelischen Seniorenheims Neumühle im mittelfränkischen Bad Windsheim in Kooperation mit der Schule im Aischgrund. Mit dem 2. Preis wurde ein Projekt im oberbayerischen Mühldorf a. Inn ausgezeichnet, der 3. Preis wurde an ein Projekt im oberfränkischen Bad Staffelstein verliehen.

Huml betonte am Montag anlässlich der feierlichen Verleihung in Landshut: „Um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern, brauchen wir kreative Initiativen. Ich freue mich sehr, dass in diesem Sinne in ganz Bayern neue Projekte entstehen. Mit unserem Bayerischen Demenzpreis wollen wir herausragende Projekte bekannter machen und zum Nachmachen anregen.“

In Bayern leben derzeit mehr als 240.000 Menschen mit Demenz. Im Jahr 2030 werden es Experten zufolge etwa 300.000 sein, wenn es keinen Durchbruch in der Therapie gibt. Der Aufbau der Demenzagentur Bayern in diesem Jahr und der sieben regionalen Demenzagenturen im kommenden Jahr wird wissenschaftlich begleitet.

Die Ministerin ergänzte: „Unser Ziel ist, die Gesellschaft für die Erkrankung Demenz zu sensibilisieren und für mehr Akzeptanz zu sorgen. Nur so wird es uns gelingen, den Betroffenen ein Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen.“

Der 1. Preis des Bayerischen Demenzpreises ist mit 3.000 Euro dotiert. Der 2. Preisträger erhält 2.000 Euro, für den 3. Preis gibt es 1.000 Euro.

Beim 1. Preisträger dem Projekt „Begegnung der Generationen“  handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Evangelischen Seniorenheim Neumühle und der Schule im Aischgrund, Förderzentrum II in Bad Windsheim. Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe verbringen Zeit mit demenziell erkrankten Bewohnern. Die Schüler können dadurch Kompetenzen im Umgang mit Menschen mit Demenz erwerben, gleichzeitig profitieren die Heimbewohner von den Aktivitäten mit den jungen Besuchern.

Mit dem 2. Preis wurde das Projekt „Überleitungshilfe Demenz“ der Kliniken Kreis Mühldorf a. Inn in Oberbayern ausgezeichnet. Ziel des Projekts ist es, die Lebensqualität von demenziell erkrankten Patienten sowohl während des Krankenhausaufenthalts als auch zuhause zu verbessern. Mitarbeiter des Krankenhaussozialdienstes unterstützen durch Hausbesuche die bedarfsgerechte Versorgung im häuslichen Umfeld.

Der 3. Preis ging an das Projekt „Erlebniswelten – Erfahrungsschatz“ des BRK-Wohn- und Pflegeheims „Am Staffelberg“ im oberfränkischen Bad Staffelstein. Gemeinsam mit Mitarbeitern und Ehrenamtlichen fahren demenziell erkrankte Menschen mit besonderen zweisitzigen Fahrrädern auf Wegen, die sie von früher kennen. Dies ruft Erinnerungen wach und ermöglicht den betroffenen Menschen Teilhabe am öffentlichen Leben. Die körperliche Betätigung wirkt sich zugleich positiv aus.

Zwei weitere Projekte erhielten eine Anerkennung: Das Projekt „AGMaktiv für Menschen mit Demenz in jungen Jahren und im frühen Stadium“ der Alzheimer Gesellschaft München e.V. und die Evangelische Berufsfachschule für Altenpflege – Diakonisches Werk Bamberg für das Projekt „Demenz(hilfen) für Alle“.

Für den Bayerischen Demenzpreis bewerben können sich Projekte bewerben, die den positiven Bewusstseinswandel in der Gesellschaft im Umgang mit dem Thema Demenz unterstützen, zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Betroffenen und ihrer Angehörigen beitragen oder deren Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben verbessern.

Mehr Informationen zum Bayerischen Demenzpreis 2018 unter https://www.stmgp.bayern.de/ministerium/auszeichnungen/demenzpreis/.

Quelle: stmgp.bayern.de

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