Berlin:

Menschenrechtsbeauftragte anlässlich der Verurteilung des vietnamesischen Menschenrechtsaktivisten Hoang Duc Binh

 

Zur Verurteilung des vietnamesischen Menschenrechtsaktivisten Hoang Duc Binh zu 14 Jahren Haft sagte die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, heute (07.02.):
Erneut ist in Vietnam ein Aktivist zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt worden, der sich friedlich für ‎inhaftierte Menschenrechtsverteidiger, Umweltschutz und unabhängige Gewerkschaftsarbeit eingesetzt hat. Die vietnamesische Regierung setzt damit ihren Kurs der Unterdrückung von  Zivilgesellschaft sowie Meinungs- und Demonstrationsfreiheit fort – das gilt vor allem mit Blick auf die präzedenzlos hohe Haftstrafe für Vergehen wie ‚Missbrauch demokratischer Rechte‘ und ‚Widerstand gegen die Staatsgewalt‘. Vietnam verstößt damit gegen internationale Konventionen, die es selbst gezeichnet hat. Vor allem aber: Die vietnamesische Verfassung selbst garantiert Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Es ist darum unverständlich, wenn kritische Bürger wegen ihres friedlichen Engagements auch für die sozio-ökonomische  Entwicklung des Landes ‎unter Verweis auf angeblichen Missbrauch eben dieser Grundrechte verurteilt werden. Mit Hoang Duc Binh ist außerdem schon wieder ein Aktivist Opfer der politischen Strafjustiz geworden, der sich für die berechtigten Belange der Bewohner von Zentralvietnam ‎einsetzt. Viele Fischer und Bauern haben nach einer durch Industrieabwässer verursachten Umweltkatastrophe ihre Existenzgrundlage eingebüßt. Sich auf friedliche Art für deren Interessen zu engagieren, kann aus meiner Sicht nicht als Straftat gewertet werden. Die gleichzeitige Verurteilung von Nguyen Nam Phong, dem Fahrer eines katholischen Priesters, der sich bei einer Demonstration Anordnungen der Polizei widersetzt haben soll, zu zwei Jahren Haft wirft ebenfalls zahlreiche Fragen auf. Ich rufe die vietnamesische Regierung auf, Bürger nicht für die Wahrnehmung ihrer Rechte in Haft zu nehmen, politische Häftlinge freizulassen und die Zivilgesellschaft mit ihren berechtigten Forderungen in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden.


Hintergrund:
Hoang Duc Binh engagiert sich für freie und unabhängige Gewerkschaften und politische Gefangene. Nach einer durch Industrieabwässer ausgelösten Umweltkatastrophe mit massivem Fischsterben vor der Küste Zentralvietnams im Frühjahr 2016 beteiligte er sich an Protesten und unterstützte Bewohner, die wegen des Verlustes ihrer Existenzgrundlage eine angemessene ‎Entschädigung forderten.
Ein Gericht der zentralvietnamesischen Provinz Nghe An bewertet  seine Tätigkeit ‎als Missbrauch demokratischer Rechte. Er und Nguyen Nam Phong, der Fahrer eines ebenfalls für die Belange der betroffenen Einwohner engagierten katholischen Priesters, wurden außerdem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt.
Zivilgesellschaft und Menschenrechte (Klicken Sie hier https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/menschenrechte/03-zivilgesellschaft/-/201452)

Quelle:auswaertiges-amt.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.