München:
Huber: Krankenhäuser sollen umweltfreundlicher werden –
Gesundheitsministerium startet Green Hospital-Initiative Bayern

Bayerns Krankenhäuser sollen umweltfreundlicher
werden und so ihren Beitrag zur Energiewende und Rohstoffeffizienz
leisten. Dies betonte der Bayerische Umwelt-
und Gesundheitsminister
Dr. Marcel
Huber
bei der Eröffnung des Fachkongresses
Green Hospital Bayern. Huber: „Umweltfreundliche Krankenhäuser
sind die Zukunft. Sie kombinieren modernste Umweltstandards
mit den Bedürfnissen von Patienten, Mitarbeitern und
Besuchern.“ Ziel ist ein möglichst geringer Energieverbrauch,
ein hoher Anteil erneuerbarer Energien und eine hohe
Energieeffizienz. Bis zu 36 Prozent Energie und eine
Million Tonnen CO2 könnten jährlich bei
den bayerischen Kliniken eingespart werden. Dies hätte
eine Kosteneinsparung in Höhe von rund 105 Million
Euro zur Folge. Auch von der durchschnittlichen Abfallmenge
je Bett und Jahr von rund einer Tonne ist etwa ein
Drittel verwertbar. Das Gesundheitsministerium startete
anlässlich des Kongresses die „Green Hospital Initiative
Bayern“. Dabei wird in diesem Jahr erstmals die Auszeichnung
„Green Hospital Bayern“ an besonders innovative und
umweltgerecht ausgestattete bayerische Krankenhäuser
vergeben. „Unser Ziel ist eine flächendeckende Verwirklichung
des Green Hospital-Gedankens im ganzen Freistaat. Nur
nachhaltig geführte Krankenhäuser können auf Dauer
medizinische Spitzenqualität zu wirtschaftlich vertretbaren
Betriebskosten erbringen“, so Huber. Grundlage der
Auszeichnung sind Kriterien wie Einsatz regenerativer
Energieträger, Energieeffizienz und umwelt- und patientengerechte
Ausstattung, wobei sowohl bereits umgesetzte als auch
in den kommenden drei Jahren verwirklichte Maßnahmen
berücksichtigt werden können. Die abschließende
Bewertung erfolgt durch Vertreter des Bayerischen Gesundheitsministeriums,
der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, der Bayerischen
Architektenkammer, der Obersten Baubehörde und der
Regierungen. Die Auszeichnung erfolgt Ende 2012. Bewerben
können sich alle bayerischen Krankenhäuser bis zum
31. Juli.

Im Internet wurde zudem eine Best-Practice-Datenbank
mit Vorbild- und Musterprojekten zu Green Hospital-Maßnahmen
in bayerischen Kliniken eingerichtet. Huber: „Bereits
verwirklichte Ideen können andere Krankenhausträger
motivieren, künftig auch möglichst umweltgerecht
zu planen und zu bauen.“ Krankenhäuser sind energieintensive
Betriebe – der CO2-Ausstoß ist im Schnitt
zweieinhalb mal so hoch wie bei vergleichbaren Bürogebäuden.
Ein Green-Hospital-Modellprojekt wird im Rahmen der
Initiative Aufbruch Bayern in Lichtenfels realisiert.
Das Gesundheitsministerium fördert dieses Leuchtturmvorhaben
mit zusätzlich acht Millionen Euro.

Quelle:stmug.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.