München:

Befragung von Müttern zur Hebammenversorgung in Bayern gestartet – Bayerns Gesundheitsministerin Huml: Tatsächliche Erfahrungen wichtig für weitere Maßnahmen

Im Rahmen der von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml initiierten Hebammenstudie ist jetzt die Befragung von Müttern gestartet. Die Ministerin betonte am Dienstag in München: „Alle werdenden Mütter sollen auch künftig ein ausreichendes Geburtshilfe-Angebot in Bayern haben. Rein statistisch ist die Zahl der Hebammen gestiegen. Ich möchte aber auch die tatsächlichen Erfahrungen mit der Versorgungssituation kennen. Denn damit können weitere Maßnahmen zielgerichteter ergriffen werden.“

Huml erläuterte: „Für die Hebammenstudie werden rund 3.800 Mütter in Bayern befragt, die im Jahr 2016 oder 2017 ein Kind zur Welt gebracht haben. Die Adressdaten wurden per Zufallsauswahl aus den Melderegistern von Gemeinden entnommen. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig, die Angaben sind vollständig anonym.“ Bereits im September waren im Rahmen der Studie alle Hebammen angeschrieben worden.

Die Ministerin fügte hinzu: „Werdende Mütter brauchen Sicherheit über ein flächendeckendes, qualitätsgesichertes Angebot in der Geburtshilfe. Dabei sollen sie auch weiter ausreichend Unterstützung durch Hebammen erhalten. So wird es von mir noch in diesem Jahr Vorschläge zur Unterstützung von Geburtshilfestationen geben, die für die Versorgung notwendig sind. Es handelt sich dabei um Maßnahmen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.“

Bayern hat sich bereits in der Vergangenheit erfolgreich für die Belange der Geburtshilfe eingesetzt. Auf Bundesebene wurde schon im bisherigen Koalitionsvertrag die Bedeutung einer flächendeckenden Versorgung mit Geburtshilfe herausgestellt. Die Ministerin unterstrich: „In Folge dessen sind – nicht zuletzt auf unser Betreiben hin – wichtige Weichen gestellt worden, vor allem was die Haftpflichtversicherungsprämien für Hebammen betrifft. Laut aktuellem Schiedsspruch sollen jetzt künftige Erhöhungen der Berufshaftpflichtversicherung automatisch berücksichtigt werden.“

Huml fügte hinzu: „Der Schiedsspruch der zuständigen Schiedsstelle auf Bundesebene, der auf einem gemeinsamen Schiedsantrag des Bundes freiberuflicher Hebammen Deutschlands BfHD e.V. und des GKV-Spitzenverbandes beruht, wird von vielen Hebammen nicht als zufriedenstellend angesehen. Die jetzt geäußerten Sorgen nehme ich ernst, zumal gerade in Bayern der Anteil der Beleghebammen weit überdurchschnittlich ist. Deshalb werde ich mich auch weiter dafür einsetzen, dass bei der Umsetzung des Schiedsspruches eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe gewährleistet bleiben muss.“

Auf Landesebene hatte Ministerin Huml im Mai dieses Jahres alle Beteiligten an einen Tisch geholt. Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderungen vielschichtig sind – im stationären, ambulanten, aber auch finanziellen Bereich. Die Ministerin betonte: „Wir werden den Dialog fortsetzen und gemeinsam an Lösungswegen arbeiten. Und wir prüfen derzeit, ob und wie den Geburtshilfestationen im Freistaat die Möglichkeit von landesspezifischen Sicherstellungszuschlägen durch die Krankenkassen eröffnet werden kann. Im Bereich der Haftpflicht für die Belegärzte setze ich mich auf Bundesebene ebenfalls für Verbesserungen ein.“

Quelle: stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.