Berlin:
Emissionshandel – Deutsche Versteigerungsplattform nimmt wichtige Hürde —
EU-Ausschuss genehmigt die Leipziger European Energy Exchange (EEX) als deutsche Versteigerungsplattform

Bei den Vorbereitungen zur Versteigerung von Emissionszertifikaten der dritten Handelsperiode (2013 – 2020) sowie von Emissionszertifikaten für den Luftverkehr ab 2012 wurde ein weiterer wichtiger Schritt getan: Der zuständige EU-Ausschuss hat die deutsche Versteigerungsplattform genehmigt – eine der nationalen Plattformen neben der gemeinsamen Versteigerungsplattform der EU-Mitgliedstaaten. Die Leipziger European Energy Exchange (EEX) hatte in Deutschland den Zuschlag für die so genannte frühzeitige Auktionierung erhalten. Nach Ablauf der dreimonatigen Prüfphase des Europäischen Parlaments und des Rates kann mit den Versteigerungen voraussichtlich im September 2012 begonnen werden.

Die EEX in Leipzig versteigert bereits seit 2010 erfolgreich die deutschen Emissionszertifikate. Für die deutlich höheren Versteigerungsmengen in der dritten Handelsperiode sowie für die Emissionszertifikate für den Luftverkehr gelten die EU-einheitlichen Regeln der EU-Versteigerungsverordnung. Europaweit werden 120 Mio. Zertifikate der dritten Handelsperiode bereits in diesem Jahr vorab versteigert (so genannte „early auctions“), um den Übergang zwischen den beiden Handelsperioden zu erleichtern. Auf Deutschland entfallen anteilig rund 23,5 Mio. dieser Zertifikate; dazu kommen noch rund 6 Mio. Luftverkehrszertifikate in 2012. Die Mitgliedstaaten konnten sich entscheiden, ob sie ihre Versteigerungsmengen auf einer gemeinsamen europäischen Plattform anbieten oder selbst eine Plattform beauftragen. Deutschland, Polen und das Vereinigte Königreich haben sich für nationale Plattformen entschieden.

In der für die deutsche Versteigerungsplattform durchgeführten EU-weiten Ausschreibung setzte sich die Leipziger EEX durch. Der Zuschlag an die EEX wurde vom Umweltbundesamt im Februar unter dem Vorbehalt der erforderlichen Entscheidung in Brüssel erteilt. Jetzt hat der zuständige EU-Ausschuss entschieden, die Leipziger EEX als erste Plattform in den Anhang zur EU-Versteigerungsverordnung aufzunehmen. Die geänderte EU-Versteigerungsverordnung muss noch dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Prüfung vorgelegt werden. Nach Ablauf der dreimonatigen Prüffrist können die Versteigerungen voraussichtlich im September beginnen. Der Auftrag gilt bislang nur für einen begrenzten Zeitraum und endet spätestens am 31. Dezember 2013. Danach wird die vorläufige Plattform durch eine dauerhafte Plattform abgelöst, die in einem weiteren Ausschreibungsverfahren bestimmt wird.

Die nunmehr erfolgte Zustimmung zur deutschen Plattform durch den EU-Ausschuss ist ein wich-tiger Schritt zu einem reibungslosen Übergang in die dritte Handelsperiode und erlaubt die von der Bundesregierung beschlossene Fortführung der erfolgreichen deutschen Versteigerungen von Emissionszertifikaten.

Quelle: bmu.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.