München:

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil lehnt allgemeine Lohnuntergrenze ab

Zeil: „Keine Wahlkampfmanöver auf Kosten von Arbeitsplätzen“

Bayerns Wirtschaftsminister Martin
Zeil lehnt die Pläne der CDU für eine neue, gesetzlich
verordnete Lohnuntergrenze als kurzsichtiges Wahlkampfmanöver
ab. „Jede Form von Lohnuntergrenzen kostet Arbeitsplätze“,
stellt Zeil fest. „Wir dürfen die Strategie ‚Mindesteinkommen
statt Mindestlöhne’, mit der wir in den vergangenen
Jahren beschäftigungspolitisch außerordentlich erfolgreich
waren, nicht aufgeben“, so der Minister weiter. „Wer,
wie Ursula von der Leyen, staatliche Lohnpolitik unter
dem Deckmantel von Kommissionen als ‚Marktwirtschaft
pur’ bezeichnet, hat die ordnungspolitischen Prinzipien
der Sozialen Marktwirtschaft nicht verstanden.“

 

Zeil
kritisiert vor allem, dass der Vorschlag der CDU den
Tarifpartnern die Möglichkeit eröffnet, Markteintrittsbarrieren
zu Lasten Dritter, d. h. der tarifvertragsfreien Branchen
einzuführen. Dies sei ordnungspolitisch nicht akzeptabel.
Darüber hinaus sei eine neue Lohnuntergrenze überflüssig
und daher reiner politischer Aktionismus, stellt der
Wirtschaftsminister klar. Um unsoziale Arbeitsbedingungen
in Bereichen ohne Tarifbindung zu verhindern gäbe
es bereits das Mindestarbeitsbedingungengesetz.

 

„Der
ganze Vorschlag führt uns zurück in den verkrusteten
Arbeitsmarkt der Vergangenheit“, mahnt der bayerische
Wirtschaftsminister. „Die CDU verabschiedet sich
damit von den Grundprinzipien der Hartz-Reformen, die
maßgeblich zur Flexibilisierung unseres Arbeitsmarktes
beigetragen haben.“ Er könne die Union nur davor
warnen, sich aus wahltaktischen Gründen dem beschäftigungspolitischen
Blindflug des linken Lagers anzuschließen.

 

Zeil
betont, dass der Vorschlag der Union vor allem zu Lasten
Langzeitarbeitsloser und Arbeitsloser mit einfachen
Qualifikationen gehe, weil sie oft nur mit vergleichsweise
niedrigen Löhnen überhaupt eine Chance am Arbeitsmarkt
haben. „Wir dürfen die Chancen dieser Menschen auf
einen Arbeitsplatz nicht aus kurzfristigem parteitaktischen
Kalkül aufs Spiel setzen“, so der Minister abschließend.

Quelle: stmwivt.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.