Berlin:

Dr. Katarina Barley: Bekämpfung von Menschenhandel braucht Aufklärung und Kooperation

Anlässlich des gestrigen (Sonntag) Welttages gegen Menschenhandel hat Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley bei ihren Länderkolleginnen und -kollegen für eine ausgeweitete Kooperationsarbeit und einen verbesserten Schutz von gehandelten Kindern und Jugendlichen geworben. Sie setzt sich dabei für die Umsetzung des Kooperationskonzepts „Schutz und Hilfen bei Handel mit Kindern“ in den Ländern ein.

Hierzu erklärt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley:

„Alle Formen von Menschenhandel zielen darauf ab, dass Menschen mit kriminellen Mitteln ausgebeutet werden. Und Menschenhandel gibt es auch bei uns in Deutschland. Unser Ziel ist es, die Opfer zu erkennen, zu schützen und ihnen die notwendige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Täter dürfen mit ihrem kriminellen und menschverachtenden Treiben nicht davon kommen und müssen sich ihrer Verantwortung stellen.“

Um geeignete Schutzmaßnahmen für gehandelte Kinder in Deutschland auf den Weg zu bringen, erarbeitet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit der Kinderschutzorganisation ECPAT e.V. Deutschland und dem KOK e.V. (Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel) Empfehlungen für die Zusammenarbeit von Jugendamt, Polizei, Fachberatungsstellen und weiteren Akteuren zur Identifizierung und zum Schutz von Opfern von Kinderhandel. Diese werden in einem intensiven Konsultationsprozess mit weiteren Expertinnen und Experten beraten.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley betont:

„Kinder und Jugendliche, die in die Fänge von Menschenhändlern geraten, brauchen alle notwendigen Hilfen des Kinderschutzsystems. Hilfe, Schutz und konsequente Strafverfolgung können nur durch eine koordinierte, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Jugendämtern, Polizei und weiteren Akteuren gelingen. Dabei muss immer das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehen.“

Weiterentwicklung der Strukturen auf Bundesebene

Vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen und den am 15. Oktober 2016 in Kraft getretenen neuen Straftatbeständen zur Bekämpfung des Menschenhandels betont Dr. Katarina Barley darüber hinaus die Notwendigkeit einer verbesserten und differenzierten Datenlage und einer Koordinierung und Gesamtstrategie auf Bundesebene: „In dieser Legislaturperiode haben wir wichtige Gesetze zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels verabschiedet. Worauf es jetzt ankommt, ist, unser Wissen zu erweitern, unseren Blick zu schärfen und die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure zu unterstützen.“

Daher hat das Bundesfamilienministerium eine Initiative innerhalb der Bundesregierung gestartet. Ziel ist die Verbesserung und Weiterentwicklung der Strukturen. Konkret soll eine unabhängige nationale Forschungs- und Berichterstatterstelle sowie einer Koordinierungsstelle der Bundesregierung zur Bekämpfung des Menschenhandels eingerichtet werden.

Unterstützung von (potenziellen) Opfern von Menschenhandel

Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät auch Opfer von Menschenhandel. Es ist rund um die Uhr unter der Nummer 08000 116 016 erreichbar. Es ist kostenlos, barrierefrei, vertraulich und sicher und in 18 Sprachen verfügbar. Auf Wunsch kann das Hilfetelefon an eine spezialisierte Fachberatungsstelle vermitteln.

Unter der Meldeadresse www.nicht-wegsehen.net können Verdachtsfälle von Kindesmissbrauch und Ausbeutung weltweit, und unabhängig von der Landessprache schnell und einfach gemeldet werden.
Quelle: bmfsfj.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.