Berlin:

Zypries: „Wir wollen den Strukturwandel in den Braunkohleregionen aktiv gestalten“

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, startet heute anlässlich ihres
Besuchs in Boxberg / Oberlausitz das Modellvorhaben ‚Unternehmen Revier‘ zur Strukturanpassung in
Braunkohlebergbauregionen. Hiermit werden Ideen- und Projektwettbewerbe für die Strukturentwicklung
der vier deutschen Braunkohleregionen, dem Lausitzer Revier, dem Mitteldeutschen Revier, dem
Rheinischen Revier und dem Helmstedter Revier mit jährlich 4 Mio. Euro aus dem Energie- und
Klimafonds gefördert.
Bundesministerin Zypries: „Mit dem Projekt ‚Unternehmen Revier‘ wollen wir die Menschen,
Unternehmen und Initiativen aus den Braunkohleregionen dabei unterstützen, konkrete Projekte und
Maßnahmen umzusetzen, um so die Zukunftschancen ihrer Region aktiv zu nutzen. Das kann z. B. die
Weiterbildung von ehemals in der Braunkohlewirtschaft Beschäftigten, die Vernetzung der Unternehmen
in den Regionen oder die Anwendung digitaler Technologien sein. Denn neben unserer
Regionalförderung, den Innovationsprogrammen sowie der Arbeiten an der Kommission „Wachstum,
Strukturwandel, Regionale Entwicklung“, ist vor allem auch das Engagement vor Ort ein zentraler
Erfolgsfaktor für wirtschaftliche Entwicklung, neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die
Energiewende stellt einen langfristigen Transformationsprozess dar, in dem wir neben der
Reduzierung der Treibhausgasemissionen auch Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und
sozialverträglichen Strukturwandel nicht aus den Augen verlieren werden.“
Zum Start des Programms übergibt Bundesministerin Zypries einen Förderbescheid an Holger Kelch,
Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und Heike Zettwitz, Dezernentin des Landkreises Görlitz, die
den Lausitzer Regionalpartner für das Modellvorhaben vertreten. Damit kann ein Regionales
Investitionskonzept entwickelt werden, das die strategischen Ziele und Handlungsfelder für den
Strukturwandel der Region beschreibt. Dieses wird anschließend Grundlage für Ideenwettbewerbe und
die Auswahl von Projekten sein, die eine Förderung von jeweils bis zu 200.000 Euro erhalten können.

Das Modellvorhaben ‚Unternehmen Revier‘ ergänzt die bestehende Regionalförderung durch die
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) wie auch die
Innovations- und Technologieförderung des Bundes, die bereits heute insbesondere auch den
Braunkohlegebieten zugutekommen. Die Ergebnisse des Programms werden zudem in die Arbeit der
Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ einfließen, die nach dem
Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung Anfang 2018 eingesetzt wird.
Aufgabe dieser beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angesiedelten Kommission wird es
sein, zur Unterstützung des Strukturwandels in den Braunkohleregionen einen Instrumentenmix zu
entwickeln, der wirtschaftliche Entwicklung, Strukturwandel, Sozialverträglichkeit und Klimaschutz
zusammenbringt.

http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170615-zypries-wir-wollen-den-strukturwandel-in-den-braunkohleregionen-aktiv-gestalten.html

Quelle:bmwi.bund.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.