Berlin – Brüssel:

Atomkraft/Belgien
Erstes Treffen der Deutsch-Belgischen Nuklearkommission

Zum ersten Mal hat die Deutsch-Belgische Nuklearkommission getagt. Das
Arbeitstreffen von Experten der deutschen und belgischen
Atomaufsichtsbehörden ist zentrales Element des Deutsch-Belgischen
Nuklearabkommens, das Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und der
belgische Vizepremier Jan Jambon Ende 2016 unterzeichnet hatten. Die
regelmäßigen Treffen der Nuklearkommission sollen dazu dienen, Vertrauen
aufzubauen und sich zukünftig noch enger über Fragen der nuklearen
Sicherheit auszutauschen.

An dem zweittägigen Treffen nahmen von deutscher Seite Experten des
Bundesumweltministeriums und Vertreter der Bundesländer
Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz teil, seitens Belgien Experten der
Föderalagentur für Nuklearkontrolle, FANC. Bei der konstituierenden
Sitzung wurden die Rahmenbedingungen für die künftige formalisierte
Zusammenarbeit sowie Verfahren für die gemeinsame Kommunikation
festgelegt und damit die Grundlagen für die Zusammenarbeit der
Nuklearkommission geschaffen.

Die Kommission erörterte Fragen der nuklearen Sicherheit und die Befunde
an den AKWs Tihange 2 und Doel 3. Die deutschen Vertreter nutzten das
Treffen, um an die belgischen Experten die Sorgen der deutschen
Bevölkerung heranzutragen und erinnerten an die Bitte von
Bundesumweltministerin Hendricks an Minister Jambon, die Reaktoren
abzuschalten. Vereinbart wurde ein baldiges weiteres Treffen von
Reaktorsicherheitsexperten aus Belgien und Deutschland, um die aus
deutscher Sicht noch offenen Sicherheitsfragen zu den Befunden in den
Reaktordruckbehältern von Tihange-2 und Doel-3 zu erörtern. Zudem wird
Anfang kommenden Jahres ein Workshop zum Thema Stilllegung stattfinden.

Im Dezember 2016 hatten die Regierungen das deutsch-belgische
Nuklearabkommen unterzeichnet. Damit hat die bilaterale Zusammenarbeit
eine neue, rechtlich bindende Qualität. Anlass für das Abkommen war
insbesondere die Wiederinbetriebnahme der belgischen Reaktoren Tihange 2
und Doel 3 Ende 2015. Dies hatte vor allem in der grenznahen Region, aber
auch deutschlandweit für Sorgen in der Bevölkerung gesorgt. Das Mandat
der Deutsch-Belgischen Nuklearkommission umfasst wie das zugrundliegende
Nuklearabkommen Fragen der nuklearen Sicherheit, des Strahlenschutzes und
der Sicherheit der Entsorgung von abgebrannten Brennelementen und
radioaktiven Abfällen.

FAQ zum Deutsch-Belgischen-Nuklearabkommen:
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Quelle: bmub.bund.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.