München:

Justizminister Bausback trifft Landesbischof Bedford-Strohm: „Kirchenasyl ist Ausdruck des großen humanitären Engagements der Kirchen für die Flüchtlinge / Gleichzeitig aber kein rechtsfreier Raum“
Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback und der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, haben sich heute im Münchner Justizpalast zu einem gemeinsamen Austausch zum Thema Kirchenasyl getroffen. Bausback, der zu dem Treffen eingeladen hatte, und Bedford-Strohm sind sich nach dem Gespräch einig: „Das Kirchenasyl ist eine christliche Tradition und Ausdruck des großen humanitären Engagements der Kirchen vor Ort für die Flüchtlinge. Es ist aber kein rechtsfreier Raum. In einem Rechtsstaat ist niemand von der Beachtung von Recht und Gesetz entbunden.“ Die Kirche bejaht dies.

 

Sie unterstreicht zugleich: „Es liegt im Interesse gerade des Rechtsstaats, besorgte Hinweise darauf ernst zu nehmen, dass in bestimmten Einzelfällen rechtsstaatliche Entscheidungen zu unerträglichen Härten bis hin zur Gefährdung von Leib und Leben für Flüchtlinge führen und deshalb überprüfungsbedürftig sein können. Eben auch darauf möchten Christinnen und Christen mit dem Kirchenasyl die zuständigen Behörden aufmerksam machen“, so Bedford-Strohm.

Bausback betont: „Ich verstehe, dass viele mit Betroffenheit reagieren, wenn Kirchenasyl zum Fall für den Staatsanwalt wird. Sofern jedoch Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten vorliegen, sind die Strafverfolgungsbehörden nach der Strafprozessordnung verpflichtet, diesen Fällen nachzugehen. Es ist daher auch völlig inakzeptabel, wenn Staatsanwälte – wie dies der sogenannte Flüchtlingsrat getan hat – als Wachhunde diffamiert werden. Herr Landesbischof und ich haben gemeinsam erörtert, dass die Kirchen künftig ihre Vereinbarung mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge noch strikter beachten sollten.“ Eine Strafbarkeit könne nämlich nur unter der Voraussetzung vermieden werden, dass die Kirchen noch vor dem Abschiebungstermin beim Bundesamt erfolgreich eine Aufhebung des Termins erwirken. Gelinge dies nicht, müssten die Kirchen in einem demokratischen Rechtsstaat die – dann endgültige -, von der zuständigen Behörde nach Recht und Gesetz getroffene Entscheidung respektieren.

Bedford-Strohm unterstreicht, dass die Kirchen sich ihrer Verantwortung für einen sorgsamen Umgang mit dem Kirchenasyl, aber auch der Verbindlichkeit der Rechtsordnung, bewusst seien. Die geringe Zahl der Kirchenasyle im Vergleich zur Gesamtzahl der Flüchtlinge zeige, dass sich die Gemeinden diese Gewissensentscheidung nicht leicht machten.

Bayerns Justizminister und der Landesbischof heben abschließend hervor: „Die Diskussion in den vergangenen Wochen war häufig von Missverständnissen bestimmt. Es war und ist daher wichtig, dass wir bei diesem Thema miteinander im Gespräch sind. Wir werden unseren Dialog daher auch in Zukunft fortsetzen.“

Quelle: stmj.bayern.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.